Urheberrechtsmathematik
Veröffentlicht am| Monday, 19. March 2012 | Keine Antwort
Rob Reid führt in diesem Video in das relativ neue Gebiet der Urheberrechtsmathematik ein. Vieles von dem, was er erklärt versteht man nicht, weil man sehr tief in der Materie stecken muss, um die Rechenmethoden anwenden zu können. Aber das man Musik im Wert von 8 Milliarden Doller auf sein IPod ziehen kann, hat mich dann doch überrascht.
Scrum Poker
Veröffentlicht am| Thursday, 15. March 2012 | 6 Antworten
Scrum ist ja die neue agile Softwareentwicklungsmethode, die auch nach und nach bei meinem Arbeitgeber Einzug erhält. Um die Einführung zu erleichtern gibt es ein Agile Transition Team, das uns Schulungen gibt. Und eine solche Schulung hatte ich vor kurzem. Sehr spannend.
Und als Giveaway hatte die Kollegen für uns dieses süße Scrum Poker Spiel. (Also natürlich ist das kein Poker-Kartenspiel im herkömmlichen Sinne.)
Die Spiel, das natürlich in Wirklichkeit gar kein echtes Spiel ist, und seine Regeln sind recht einfach – es ist ein gemeinsames Schätzen. Verdeckt schätzt jeder Teilnehmer die Größe oder im Softwareentwicklungsfall den Aufwand von etwas ein und zwar abstrakt in Form einer Fibonacci-Zahl. Dann hält man die Zahlen hoch und vergleicht. Anschließend wird diskutiert und es geht von neuem los, bis man eine gemeinsame Schätzung erhält.

Wichtig auch die Kaffee-Karte, mit der man eine Kaffee-Pause vorschlägt. ![]()
Ob ich das zu Hause auch mal als Spiel einführen soll?
Die Sache mit der Anonymität im Internet
Veröffentlicht am| Wednesday, 14. March 2012 | Keine Antwort
“Das Telemediengesetz verpflichtet die Internetdiensteanbieter, eine anonyme oder pseudonyme Nutzung des Dienstes anzubieten.”
Bundesdatenschutzbeauftragter Peter Schaar
Anlässlich des Starts von Spotify in Deutschland, deren Service man nur in Kombination mit einem Facebook-Account nutzen kann, fällt mir nur folgendes ein: Ach, und wie ist das bei der Vorratsdatenspeicherung? Und wie ist das mit den dynamischen IPs im IPv6-Standard? Gibt’s da bitteschön auch ein bisschen Lobbyarbeit, Herr Schaar?
Derweil macht die Musikindustrie und Contentindustrie weiter Druck auf die Politik. Mittlerweile wird hinter den Kulissen schon ein 2-Strikes-Modell (sic!) beraten – von der Bürgerrechtsversagern der FDP natürlich.
Achja, und warum gilt eigentlich für die ISPs nicht, was für Diensteanbieter im Internet gilt?
Der Diensteanbieter hat die Nutzung von Telemedien und ihre Bezahlung anonym oder unter Pseudonym zu ermöglichen, soweit dies technisch möglich und zumutbar ist. Der Nutzer ist über diese Möglichkeit zu informieren.
TMG §13 Abs.6
(via: Neue Osnabrücker Zeitung)
Tags: Anonymität > Datenschutz > Facebook > Internet > musik > Musikindustrie > Spotify
Recap Webmontag #36 in Frankfurt
Veröffentlicht am| Tuesday, 13. March 2012 | Keine Antwort
Ich war gestern zum ersten mal auf dem Webmontag in Frankfurt in der Brotfabrik im Rödelheimer Ghetto. Da wollte ich schon seit langem endlich mal hin – den Organisator Darren Cooper hatte ich schon mal auf dem vorletzten Rhein-Main BarCamp kennengelernt. Die Vorträge waren jetzt auf den ersten Blick für mich nicht so übermäßig spannend.
SASS – Ein Werkzeug zur CSS-Gestaltung
Der erste Vortrag über SASS von Daniel Fitzpatrick war wohl der, der mir beim Daily Doing am meisten weiterhilft. SASS ist eine tolle Möglichkeit seine CSS besser zu programmieren. SASS steht nicht umsonst für Syntactically Awesome Stylesheets. Da empfehle ich jedem Webentwickler, der noch nichts davon gehört hat einen Blick drauf.
#hackffm on Stage
Als nächstes stellten sich die Jungs vom hackerspace Frankfurt vor. Die hatten auch zwei wirklich coole Projekte mitgebracht. Einmal ihren 3D-Drucker, der einen großen Teil seiner Bauteile selbst drucken kann, und der echt coole Sachen aus einem Stärke-basierten Grundstoff drucken kann – natürlich alles Open Source. Leider hab ich nur einen gedruckten Frosch bekommen und keinen Star Trek Communicator:
Im April macht der hackerspace einen Workshop, in dem man sich in zwei Tagen selbst einen solchen Drucker bauen kann. Materialkosten liegen bei 750€ plus eine Workshopgebühr von 100€.
Und als zweites Projekt hatten die Jungs buntich dabei. Eine Riesen-LED, das tolle Farbsachen machen kann und modular ist. Aber das konnten sie definitiv besser erklären als ich jetzt. ![]()
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Internet Videos – gestern, heute, morgen
Christian Zengel von Sysops.tv hielt da ein Wahnsinnsvortrag über Videoaufnahmen und Streaming. Ich glaube, wenn man da ein wenig mehr Grundwissen (und deutlich mehr Apple-Equipment) als ich gehabt hätte, könnte man morgen als Profi Videos aufnehmen. Wirklich eindrucksvoll. Christian wollte den Vortrag noch online stellen, leider ist er es bisher noch nicht.
DFS & Facebook
Florian Schrodt von der Deutschen Flugsicherung aus Langen ist PErsonalreferent dort und hat deren Personalmarketingmaßnahmen ins Soziale Netz getragen. Vor allem in Facebook ist die DFS nun aktiv, denn sie brauchen jedes Jahr 150 neue Kollegen und dafür brauchen sie 6.000 Bewerber. Denn: man kann da zwar mit 68.000€ Einstiegsgehalt super verdienen, aber die Eingangsbedingungen sind schwierig. Zwar muss man nur Abitur haben und unter 24 sein, aber man muss sich extrem gut konzentrieren können und Stress gut kompensieren.
Florian jedenfalls zog ein sehr positives Fazit über die Personalrekrutierung und -bindung via Facebook, obwohl ich ein wenig skeptisch bin, ob das für dieses nicht gerade sehr sexye Unternehmen in meiner Heimatstadt Langen wirklich ein guter Kanal ist.
#wmfra
Fantasy Map
Veröffentlicht am| Wednesday, 7. March 2012 | Keine Antwort
Mal wieder eine witzige Karte gefunden – diesmal Fantasy-Welten:

(via: danmeth.com)
Christian Kracht – Imperium: ein Skandal?
Veröffentlicht am| Tuesday, 21. February 2012 | Eine Antwort
Christian Kracht hat ein neues Buch geschrieben (“Imperium”) über einen deutschen Naturfanatiker, der sich Anfang des Jahrhunderts auf die deutsche Kolonie in Papua-Neuguinea zurückzieht und dort eine Sekte von Fruktariern gründet und daran scheitert. Ich lese ja alles von Christian Kracht, er ist einfach großartig in seinem Erzählstil – die Geschichte die er erzählt ist jedoch eigentlich immer die gleich. Es geht um die Auflösung der Charaktere. Und ja, er spielt unterschwellig oft mit der Nation als Wert für den Einzelnen.
Der Print-Spiegel – in persona Georg Diez – hat daraus den Vorwurf konstruiert Christian Kracht würde quasi rechtsradikales Gedankengut (totalitär, antimodern, demokratiefeindlich) transportieren. Das ist absurd und ein Affront, den ich der Kulturredaktion vom Spiegel nicht zugetraut hätte. Jakob Augstein hat auch schon ein Kommentar in Spiegel Online geschrieben, gegen die Nazi-Keule seiner Print-Redaktion.
Und auch namhafte Autoren haben nun über den Verlag Kiepenheuer & Witsch einen offenen Brief an den Spiegel geschrieben. Das ist mal wieder ein Literaturskandal, der keiner hätte sein müssen. Das Œuvre von Christian Kracht jedenfalls überzeugt auch ohne Skandale:
Offener Brief an
Chefredaktion
Der Spiegel
Ericusspitze 1
20457 HamburgSehr geehrter Herr Mascolo,
mit dem Spiegel-Artikel »Die Methode Kracht« hat der Literaturkritiker Georg Diez für uns die Grenzen zwischen Kritik und Denunziation überschritten. Äußerungen von literarischen Erzählern und Figuren werden konsequent dem Autor zugeschrieben und dann als Beweis einer gefährlichen politischen Haltung gewertet. Wenn diese Art des Literaturjournalismus Schule machen würde, wäre dies das Ende jeder literarischen Phantasie, von Fiktion, Ironie und damit von freier Kunst.
Katja Lange-Müller
Daniel Kehlmann
Elfriede Jelinek
Peter Stamm
Monika Maron
Thomas von Steinaecker
Kathrin Schmidt
Thomas Hettche
Necla Kelek
Rafael Horzon
Stefan Beuse
Carmen Stephan
Benjamin von Stuckrad-Barre
Carl von Siemens
Eckhart Nickel
David Schalko
Feridun Zaimoglu
Tags: Christian Kracht > Jakob Augstein > Literatur > Literaturskandal > Popliteratur > Spiegel




