Category Archives: Entertainment

Mobile Market Share – Apples schneller Weg zur Hegemonie

Einige erschreckende/erstaunliche Grafiken habe ich heute bei Fefe/Asymco gefunden. Der Untergang von einigen der bekanntesten Handy-Herstellern lässt sich an der Marktanteil-Analyse, die allein die Gewinne im Handyverkauf betrachtet, gut erkennen. Sony Ericsson, LG, Nokia, Research in Morion (Blackberry) – sie alle sind binnen kürzester Zeit verdrängt worden. Apple macht im Q4/2011 ca. 75% alle Gewinne in diesem Markt. Einziger verbliebener Konkurrent ist Samsung, evtl noch HTC (von denen hab ich mir gestern mein neues Handy ein HTC One X bestellt).

Das ganze kann man sich auch in einer +/–Darstellung anschauen. Dort erkennt man, dass die Konkurrenten auch nicht wahnsinnig viele Verluste eingefahren haben. Aber in die Gewinnzone hat es eben auch keiner mehr geschafft, der einmal rote Zahlen schrieb.

In Relation setzen muss man die Ertragszahlen natürlich mit der Zahl der verkauften Geräte und da wird es spannend. Da ist der Market Share von Apple auf einmal gar nicht mehr sooo gut. Mit einem Marktanteil von 15% dominiert Apple nicht wirklich. Nokia und Samsung verkaufen wesentlich mehr Endgeräte. Gewinne, die sich mit denen von Apple vergleichen ließen, können sie allerdings nicht erzielen.

Da lohnt sich auch mal ein Blick in ein paar Statistiken, die ich vor 3 Monaten gepostet hatte.

Apple – Der Wahnsinn ist weiter auf dem Vormarsch

Apple dominiert im Moment wie keine andere Firma einen Zukunftsmarkt. Das macht mir Angst, denn es gibt wohl keine andere Firma, die gleichzeitig stärker und unfairer ihre Marktmacht ausnutzt, um inkompatible proprietäre Produktstandards einzuführen. Dies kann zu einem echten Rückschritt der Wissensgesellschaft führen. Umso schwieriger finde ich den Einstieg Apples in das Schulverlagswesen der USA.

Aber gut. Um Apple besser zu verstehen, empfehle ich sich mal die Absatzzahlen und Umsatzzahlen von Apple Produkte genauer zu betrachten. Die sind hervorragend auf dieser Seite dargestellt. Hier ein paar Screens in klein:

Apple Produkte Verkaufszahlen

Apple Produkte Umsatz

Apple Umsatz & Gewinne

Konzerte auf Youtube bewerben

Öfter mal was neues von Youtube. Nachdem Google ja immernoch mit den ******* von der GEMA über die Musik in ihren Videos verhandelt, während man in den meisten anderen Ländern der westlichen Welt schon im neuen Jahrtausend angekommen ist, macht sich Youtube offensichtlich weitere Gedanken zur Vermarktung ihrer Videos.

Heute ist mir aufgefallen, dass man unter einigen Videos Konzerthinweise findet. Die sind zudem Geo-getargeted (*cool*) und haben den Hinweis “Werbung”. Jetzt kann ich mir nicht so ganz vorstellen, dass Künstler (Casper), Veranstalter (Batschkapp) oder Plattenlabel (Four Music) Youtube irgendwie geartete XML-Datei zur Verfügung stellen. Also spannend, wie die Konzerte dahin kommen, und warum man die mit Werbung (unter)schreibt. Aber vielleicht sind einige Künstler/Veranstalter/Labels doch schon weiter als man denkt.

Oder aber es ist ganz anders. Der Link geht nämlich zum Ticket-Reseller songkick.com. Mh, ob da die Marge groß genug ist für nen CPC Deal mit ner doch recht hohen Abbrecherrate?

Aber weil’s so schön ist – genug der Theorie – geht es hier zu dem Song Michael X von Casper.

Buchmesse 2011

Ich habe es dieses Jahr mal wieder geschafft ein paar Stunden auf die Buchmesse zu gehen. Es ging mir persönlich vor allem um die Distribution via eBooks, von der ja viele erwarten, dass sie nun mit den neuen Tablets einen wahren Boom erleben wird. Der Markt ist fragmentiert und nicht nur die Deutsche Telekom versuchte an einem recht einsamen und uninspirierten Messe-Stand mit ihrem neuen Produkt PagePlace den Markt zu beackert. Gefühlt jeder Verlag, der etwas auf sich hält bringt eigene Hardware oder Apps heraus. Das gibt noch ein lustiges Hauen und Stechen (siehe auch den Kommentar von Sascha Lobo).

Spannend sind natürlich auch die Promis, denen man einfach so begegnet. Charlotte Roche war einfach immer mich herum. Alice Schwarzer steht einfach mal neben dir und Richard David Precht. Am tollsten war Roger Willemsen, der auf seine engagierte Art und Weise die Literaturwelt von 1800 bis 1950 Revue passieren ließ – eine Tour de Force durch die Höhen und Gipfel dieser literarischen Epoche.

Achja, und dann war da noch das Gastland Island, dass einen sehr stimmungsvoll gestalteten Messeraum füllte. Mit dunklen Installationen und kuscheliger Leseatmosphäre und vor allem: ohne E-Reader. Mal sehen, ob ich bald auch mal eine Rezension eines isländischen Autors auf schoenerlesen.de veröffentliche, ich habe mir da schon einen Roman von Halldór Laxness augeguckt.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Harry Potter Post-Voldemort State Building

Die amerikanische Politikwissenschaft ist ja der europäischen in vielen Belangen voraus. Einer dieser Aspekte ist die Einstellung sich mit der nicht wissenschaftlichen Welt zu verknüpfen. Wie weit das gehen kann, zeigt ein Artikel einer der weltweit größten politikwissenschaftlichen Zeitschrift “Foreign Policy”. Die Autoren Tom Malinowski, Sarah Holewinski und Tammy Schultz beschreiben in “Post-Conflict Potter” wie es nach der Geschichte von Harry Potter weiter geht.

Die Konfliktlinien, die politischen Gruppen und Institutionen stehen im Fokus. Wie kann eine Übergangsregierung aussehen, wie kann man die Todesser wieder in die Gemeinschaft der Zauberer integrieren und was kann man sich aus der Muggelwelt abschauen? Das ist State-Builiding und Transistion Research mal etwas anders. Und für die Fans der Harry Potter Reihe ist der Artikel fast ein Muss.