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Project Award Day bei der Telekom

imageHeute war bei uns anlässlich des Project Award Day, an dem die besten Projekte innerhalb des Telekom Bereich Products & Innovations ausgezeichnet werden, zwei ganz nette Vorträge. Zum einen redete der Trend- und Zukunftsforscher Erik Händeler zum Theme “In Zukunft viel Arbeit”. Zum anderen sprach der Geschäftsführer von T-Systems Multimedia Solutions Peter Klingenburg unter dem Titel “Der Wikipedia-Irrtum” – was natürlich spannender klang als es war.

Als VWLer war es Erik Händele natürlich eine Herzensangelegenheit über Nicolai Kondratjew und seine Konjunkturzyklen-Theorie zu reden. Aber zwei entscheidende Aspekte in seinem Vortrag möchte ich hier paraphrasieren:

image1) Bisher beruhten alle wirtschaftlichen Auschwungszyklen auf technischen Innovationen (Dampfmotor, Eisenbahn, Automobil, Computer, etc.) der nächste Innovator wird seiner Ansicht nach nicht die Verknappung von Ressourcen und Rohstoffen sein, sondern der Mensch an sich in seiner Arbeitswelt und mit seinen sozialen Fähigkeiten. Die großen Innovationspotentiale entstehen durch eine Neuorganisation von Arbeit und Gesundheit. Hierarchien werden aufgelöst, so dass man guten Gewissens und ohne Karriereknick auch mal einen Schritt zurückdrehen kann, der Gesundheit zu liebe.
2) Früher waren die gut ausgebildeten Wissenträger diejenigen, die später in den Hierarchien nach oben kletterten. Das Wissen wurde dann Top-Down weitergegeben. Das hat sich komplett gewandelt und ist ein deutliches Symptom für die Notwendigkeit der Neuorganisation des Informationsfluss in einer Organisation. Die Wissensträger befinden sich derzeit allesamt auf der Fachebene und das mittlere und höhere Management ist damit beschäftigt Ressourcen zu allokieren.

image“Der Wikipedia-Irrtum” von Peter Klingenburg war jetzt nicht ganz so spannend, fand ich. Auch hier ging es um neue Wissenorganisation in Unternehmen. Dass es mit einem Wiki nicht immer geht, sollte da niemanden verwundern. Auf dem Bild: Die berüchtigte 90-9-1-Regel von Nielsen. 90% nutzen ein Web2.0-Medium, 9% kommentieren es auch, und nur 1% trägt auch aktiv zum gelingen bei.