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Konzerte auf Youtube bewerben

Öfter mal was neues von Youtube. Nachdem Google ja immernoch mit den ******* von der GEMA über die Musik in ihren Videos verhandelt, während man in den meisten anderen Ländern der westlichen Welt schon im neuen Jahrtausend angekommen ist, macht sich Youtube offensichtlich weitere Gedanken zur Vermarktung ihrer Videos.

Heute ist mir aufgefallen, dass man unter einigen Videos Konzerthinweise findet. Die sind zudem Geo-getargeted (*cool*) und haben den Hinweis “Werbung”. Jetzt kann ich mir nicht so ganz vorstellen, dass Künstler (Casper), Veranstalter (Batschkapp) oder Plattenlabel (Four Music) Youtube irgendwie geartete XML-Datei zur Verfügung stellen. Also spannend, wie die Konzerte dahin kommen, und warum man die mit Werbung (unter)schreibt. Aber vielleicht sind einige Künstler/Veranstalter/Labels doch schon weiter als man denkt.

Oder aber es ist ganz anders. Der Link geht nämlich zum Ticket-Reseller songkick.com. Mh, ob da die Marge groß genug ist für nen CPC Deal mit ner doch recht hohen Abbrecherrate?

Aber weil’s so schön ist – genug der Theorie – geht es hier zu dem Song Michael X von Casper.

Die Realität und Youtube und Fischmob

Ich habe ja so eine krude Telemedien-Theorie nachdem Dinge, die es auf Youtube nicht zu sehen gibt nicht existieren/existiert haben. Immerhin werden jede Minute 50 Stunden Videomaterial bei Youtube eingestellt – oder so ähnlich. Und so war ich mir sehr, sehr lange Zeit nicht sicher, ob ich mich an das Jahr 1998 richtig erinnerte. Damals gab es einen Auftritt der Anti-Hip-Hopper Fischmob bei Viva – damals noch Musikfernsehsender.

Da haben die Jungs von Fischmob den Song Dreckmarketing live performt und dabei hat ein süßer Kinderchor den “Refrain” gesungen. Nun, ich habe immer mal wieder auf Youtube geguckt und schon an meinem Erinnerungsvermögen gezweifelt (gemäß meiner oben formulierten Theorie). Aber heute, heute hab ich einen Mitschnitt von der Performance auf Youtube gefunden. Jungfräuliche 365 Aufrufe hat das Video bis jetzt und es ist wohl seit 2 Monaten live. Endlich.

Netzneutralität jetzt!


Was waren die Stopp-Schild-Debatten doch leicht und die böse Seite schnell und einfach zu erklären. Warum jetzt die relativ abstrakte Netzneutralität zum Thema der Netzaktivisten wird, ist nicht immer so einfach zu erklären.

Klar ist, dass wir alle im Sinne der Meinungsfreiheit ein freies Internet ohne staatliche oder wirtschaftliche Eingriffe wollen. Wenn sich jetzt Google/Youtube in den USA beim ISP Verizon eine Vorfahrt ihrer Daten sichert, welche Auswirkungen hat das, wenn man das weiter denkt? Kann es sein, dass eine Telekom oder ein O2 einen Premium-DSL Zugang zum Internet anbietet, der dann auch Youtube und Facebook beinhaltet – ohne ist es günstiger. Und was kommt dann als nächstes: das gefilterte Internet ohne vermeintliche Pornographie und Gewaltdarstellungen? Da gehen einem natürlich die Alarmglocken an.

Unter pro-netzneutralitaet.de/infos gibt es noch eine ganze Menge Internetressourcen zu dem Thema, das ich jedem ans Herz lege. Ich habe die Erklärung der Initiative Pro Netzneutralität unterzeichnet, weil ich glaube, dass Deutschland – genau wie Chile – eine gesetzliche Garantie braucht, dass wir auch in Zukunft ein freies Internet haben. Nur so kann eine freiheitliche und innovationsfähige progressive Gesellschaft möglich ist.