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P4M und Wal-Mart

Mit zwei sehr informativen Artikeln wartet heute Spiegel Online auf. Zum einen den an “Raubkopierer sind keine Verbrecher” ansetzende Reportage über den Informationssammelservice P4M, die mitzeichnen wieviele Filme aud dem Netz (Bittorrent) gezogen wurden und in nette kleine Statistiken verpackt:

Filme mit 50.000 oder mehr Besuchern, so ein Ergebnis der Studie, seien am Eröffnungswochenende zu 100 Prozent im Netz verfügbar, Filme mit 10.000 bis 50.000 Zuschauern am ersten Wochenende immer noch zu 80 Prozent. Beim Remake von “Das Omen” etwa stünden gut 82.000 Downloads gut 135.000 verkauften Kinokarten gegenüber. Besonders verbreitet seien aber Thriller, Action-, Kinder- und Animationsfilme. Filme der Gattung “Drama” – was immer P4M darunter versteht – werden dagegen weniger schnell ins Netz gestellt, Dokumentarfilme waren am Startwochenende nur in 6 Prozent der Fälle online als abgefilmte Version verfügbar. Mit anderen Worten: Online verteilt und heruntergeladen wird vor allem Popcornkino. Filmkunst ist in pixelig-blecherner Fassung eher unpopulär.

Zwei andere Artikel berichten vom Rückzug der unmenschlichen Wal-Mart-Gruppe aus Deutschland. Ob es jetzt besser ist, dass diese Geschäfte durch Metro-Filialen ersetzt werden weiß ich nicht, aber immerhin konnte sich Wal-Mart in Deutschland trotz Dumping-Preis-Politik nicht durchsetzten, auch wenn – wie man z.B. in Langen sehen kann – eben die Marts zu einer deutlichen Ausdünnung bestehender Innenstadtsupermärkte geführt hat. Naja, “Amis Go Home!” kann man nur sagen. Jetzt müssen sie nur noch ihre Atomraketen und Pershings mitnehmen.