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Wahltag in Langen, Darmstadt und anderswo

Als ich nach einer durchzechten Nacht im Schlosskeller bei einer 70er und 80er Jahre Party (igitt) heute morgen um 9 Uhr bzw. 10 Uhr in meiner Wahlkabine stand, wurde mir das erste mal in meinem Wählerleben klar, dass ich gar nicht so genau wusste, was wählen. Naja, aber mein Wahlbezirk (Ehem. Kyritzschule 150 – mit 30% Grüne und 17% UFFBASSE) war eigentlich ganz vernünftig. Im Gegensatz zu Darmstadt, in dem die FDP – sage und schreibe – sechst beste Partei wurde, sich um 4,7% auf 6,8% verbesserte und die erstaunliche 6,2% holen konnte, veränderte sich in Darmstadt sage und schreibe ein Sitz und das Rathaus war schon fast verlassen, als ich dort um 19 Uhr antanzte. Interessanterweise waren zwar die Ergebnisse aus den Wahllokalen mit Wahlcomputern schon sehr schnell da, aber offensichtlich war man mit der Auszählung der Briefwähler überfordert, denn bis zu diesem Augenblick gibt es noch kein Ergebnis aus .
Aus der Parteienforscherperspektive war dieser Abend ebenfalls sehr aufschlussreich. Wir wissen ja alle wie Landtagswahlen ausgehen, wenn es Lagerkoalitionen im Bund gibt, doch die letzte große Koalition ist schon fast 40 Jahre her und seit dem hat sich das deutsche Parteiensytem von einem 2,5 Parteiensystem zu einem 2 vs. 2 +1 System entwickelt – um es mit zu sagen. Und wir wissen nun: Es gibt bei Großer Koalition im Bund eine klare Tendenz zur Stärkung der amtierenden Landesregierung. Interessant.