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Solidarität mit dem Ungdomshuset

Nach den Auseinandersetzungen im Dezember gibt es derzeit erneut gewalttätige Ausschreitungen zwischen Jugendlichen und Staatsmacht in Kopenhagen / Dänemark. Die Stadt hat ein Jugendzentrum geräumt, das seit mehreren Jahrzehnten besetzt ist. Warum kann man ein solches Gebäude nicht denen lassen, die es nutzen und seit Jahrzehnten sinnvoll genutzt haben? Warum muss ein Gebäude geräumt werden, in dem ein funktionierendes soziales Leben stattfindet? Warum versucht ein Staat, der sich sonst als liberalsten der Welt bezeichnet, Orte alternativer Lebenskonzepte zu zerstören? In Darmstadt kennt man ja die scheinheilige Diskussion der Lokalpolitiker um die Verwendung von Lebensraum, das sich angeblich widerrechtlich angeeignet wurde. Gottseidank hatte man hier ein einsehen und das Jukuz konnte in der Ötinger Villa bleiben.

Aus dem Spiegel:

Das Jugendzentrum “Ungdomshuset” war mehr als 20 Jahre mit Duldung der Stadt Anlaufstelle der alternativen Szene. Dann wurde es von einer christlichen Sekte gekauft, die einen Gerichtsbeschluss zur Räumung des Gebäudes durchsetzte. Auf seiner Homepage spricht sich das Ungdomshuset gegen Rassismus, Diskriminierung, harte Drogen und Gewalt aus.

Alles was in den Medien hängen bleibt ist nur die Gewalt, aber meine Solidarität geht nach Kopenhagen, wo alternativer Lebensraum nicht erwünscht zu sein scheint!