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Mini-Meisterschaft Norddeutschland

Mit dem erreichen des UEFA-Cup Halbfinals der beiden norddeutschen Bundesliga-Vereine Hamburger SV und Werder Bremen habe wir jetzt eine recht seltsame Entwicklung. Denn die beiden spielen im dortigen Halbfinale gegeneinander – Hin- und Rückspiel und dann steht da noch das entsprechende Bundesligaspiel an. Und zu allem Überflüss spielen die beiden auch im nationalen DFB-Pokal Halbfinale gegeneinander. Das macht 4 Spiele in 18 Tagen. Zwei in Hamburg, zwei in Bremen. Es ist als würden die beiden zu Saisonende noch eine Mini-Meisterschaft ausspielen.

22.04. HSV-Werder DFB Pokal
30.04. Werder-HSV UEFA Cup
07.05. HSV-Werder UEFA Cup
10.05. Werder-HSV Bundesliga

Zuschauermagnet Eintracht Frankfurt

Die erstaunlichste Nachricht zum unglücklichen UEFA-Cup ausscheiden kam heute. Laut FNP hat das DSF mit 4,1 Millionen Zuschauern mit der Partie zwischen dem 16-fachen türkischen Meister Fenergahce Istanbul gegen die Eintracht den diesjährigen UEFA-Cup Zuschauerrekord aufgestellt. Ein erstaunliches Ergebnis, das zeigt, dass sich der Marktwert der Eintracht deutlich nach oben verschiebt. Bessere Vermarktungsmöglichkeiten durch eine attraktive Spielweise. Und verlor die Eintracht am Samstag noch gegen Werder Bremen zu Hause mit 6:2 so kann man doch des Öfteren ein Spektakel erwarten bei Spielen der Eintracht.

Das Gegenteil von Spektakel ist derzeit Bayern München. Ein Eintrachtfan hat in den letzten 12-14 Monaten ca. 6-8 grandiose Spiele mehr erlebt als der so genannte “sing-when-you’re-winning”-Bayernkunde.Und das mit einer Mannschaft, die zum Großteil aus jungen Spielern besteht, die großes Identifikationspotential bieten und zum guten Teil aus der eigenen Jugendarbeit stammen. Einer von ihnen, Marco Russ, der vor einem Jahr noch in der Amateurmannschaft gegen den Abstieg aus der 4. Liga spielte, machte am Mittwoch in Istanbul mal wieder ein Wahnsinnsspiel. Er wird in der FNP zitiert mit:

„Es gibt nichts Schöneres, als in einem Stadion zu spielen, in dem du von 50 000 Leuten ausgepfiffen wirst. Es hat einfach nur Spaß gemacht.“

Schade, dass der UEFA-Cup jetzt erstmal auf absehbare Zeit unerreicht bleiben wird. Aber es bleibt das Gefühl sich besser verkauft zu haben als das Bundesliga-Establishment Hertha BSC, Schalke04, HSV und zumindest spielerisch und Quoten-technisch auch als Leverkusen.

“Horrorgruppe” im UEFA-Cup

Nun da die Begegnungen in der Gruppenphase des UEFA-Cups (auch Achtelfinale genannt) feststehen und meine Tickets für die beiden Heimspiele auch schon bestellt sind (was man übrigens als Dauerkartenkunde machen musste, bevor man überhaupt wusste, wann oder gegen wen man spielt), lohnt sich doch mal ein kleiner Blick auf die Gruppe.

Newcastle United (aus dem stärksten Lostopf 1)
Celta de Vigo (aus Galizien, vielleicht der leichteste Gegner obwohl in Lostopf 2)
US Palermo (derzeit zweiter der italienischen Liga)
Fenerbahce Istanbul
und eben die Eintracht

Im Newcastle Forum und auch bei der Eintracht ging das Wort Horrorgruppe oder sogar Todesgruppe um, und das, obwohl die Fans aus England der Eintracht dort nicht besonders viel zutrauen. Tatsächlich könnte die Gruppe die schwerste dieses Jahr sein und den dritten Platz zu erreichen, der zum weiterkommen berechtigt, wird alles andere als leicht. Doch was für Gegner! Nach Bröndby IF wird im Waldstadion nun endlich wieder gegen eine italienische Mannschaft gespielt (zur Erinnerung: das letzte UEFA-Cup-Spiel war gegen Juventus Turin), und danach geht’s zu Hause gegen Newcastle United (wahrscheinlich leider ohne den verletzten Michael Owen). Das sind andere Gegner als noch vor zwei Jahren Burghausen und Fürth. Auch wenn es mit den höchstwahrscheinlich schwer zu erreichenden 5 Punkte aus 4 Spielen nichts werden sollte, auf diese Gegner kann man mit Freude zurückblicken.

Ich freu’ mich auf jeden Fall schon und hoffe, dass bis Dezember die Türken vergessen haben, dass es vor einem Jahr mit den Eintrachtspielern Benjamin Huggel und Christoph Spycher zu einigen Handgreiflichkeiten kam, nachdem die Schweizer Nationalmannschaft die Türken in Instanbul aus dem Rennen um die WM-Teilnahme geworfen hatten.

Tage der Tore in Frankfurt

Nachden ersten drei Pflichtspielen von Eintracht Frankfurt wusste man nicht so Recht an was man war. Drei unentschieden, teils enttäuschend, teils glücklich, teils viel versprechend, aber eben nur drei Punkte.

Dann kam letzten Sonntag das Pokalspiel in Siegen, das mit mit 2:0 souverän gewinnen konnte. Am Donnerstag folgte – glücklich ob der wenngleich richtigen dennoch mutigen Schiedsrichterentscheidungen mit 2 roten Karten uns 2 Elfmetern zu Gunsten der Eintracht – ein deutliches 4:0 im ersten UEFA-Cup-Spiel für Frankfurt seit über 11 Jahren. Und gestern konnte man im Stadion miterleben wie das erste Bundesligaspiel seit bestimmt 5 Jahren noch gedreht wurde und aus einem 0:1 Rückstand noch ein 3:1 wurde. Und das ganze ohne 7 (!) Stammspieler. So wurden letztendlich 12 deutsche Spieler eingesetzt, die allermeisten aus Hessen oder schon bei der Eintracht im Jungendbereich trainiert, das ist wohl absoluter Bundesligarekord. Noch dazu war der überragende Spieler des Abends Marco Russ einer von ihnen.

Diese Woche macht Lust auf mehr, auch wenn jetzt erstmal zwei Auswärtsspiele anstehen.

Eintracht – Bröndby (2)

So, nachdem relativ schnell die Termine getauscht wurden – aus sehr obskuren Gründen. (Es dürfen keine zwei UEFA-Spiele in der gleichen statt an zwei aufeinanderfolgenden Tagen stattfinden!!! Wieder was gelernt.) Spielt die Eintracht also am Donnerstag, den 14. September um 20.45 Uhr ihr erstes internationales Spiel seit über 10 Jahren.

Ich habe mir aus diesem Anlass gestern mittag ein Ticket in der Westkurve ergattert, und siehe da, es liegt heute in meinem Briefkasten. Erstaunlich, der Kundenservice der Eintracht wird von mal zu mal schneller. Auf meine erste Dauerkarte habe ich nocht Monate gewartet ohne Hinweis auf den Bestellstatus.