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[ReCap] 4 Dinge, die ich auf der Online Marketing Rockstars gelernt habe …

… und noch ein paar andere Ideen. Ich war dieses Jahr zum ersten Mal bei den Online Marketing Rockstars. Leider musste ich aus familiären Gründen früher abreisen und konnte die After-Show Party nicht mitmachen, aber es war auch so eine tolle Veranstaltung. Und ich habe auch ein paar tolle Ideen mitgenommen. Vier Sachen sind mir aber besonders aufgefallen:

Online Marketing Rockstars 2015

1) Die Elbe ist in Hamburg groß und der Elbtunnel zu.

Tja, ja. Ich weiß jetzt, was ich vorher schon ahnte. Ich weiß nicht wie es ist in einer Stadt mit Fluss zu sein. Schön, dass mich der Taxifahrer auch nicht darauf aufmerksam gemacht hat, dass man auch mit der Fähre zum Stage Theater im Hafen (König der Löwen) kommen kann, und nicht etwa einmal quer durch die ganze Stadt fahren muss, weil der Elbtunnel zu ist. Nun gut.

2) Alles ist Content Marketing

Online Marketing reduziert sich weiter zunehmend auf das Schlagwort Content Marketing. Das doofe daran ist, dass man damit alles und gar nichts umschreibt. Es ist vielmehr ein Überbegriff, denn hier kommen Advertiser und Publisher unter einen Begriff zusammen, obwohl sie doch so unterschiedliche Dinge tun. Es kann sich also jeder darin wiederfinden. Content Marketing, klar, das mache ich doch schon seit 1999.

3) Selbst SEOs sammeln Links jetzt, um Traffic zu sammeln

Bezeichnend war für mich insbesondere die SEO-Masterclass am ersten Tag der Online Marketing Rockstars, André Alpar hat ein Plenum mit dem berüchtigtem Markus Tandler, dem großartigen Mike King (seine tolle Präsi gibt’s hier) und Kris Jones zusammengestellt. Und dann ging es fast zwei Stunden um Social Media, Demand Perception (Tools) und die Zukunft von Google und Suche allgemein. Keine Linkstrategien oder -baits, keine Link Sculpturing. Stattdessen Data-Mining und -Strukturierung und Seeding Strategien. Und tatsächlich fällt dann im SEO-Panel des zweiten Tages die Aussage, dass man immer noch Links sammeln sollte, aber eher die die Traffic bringen …

4) It’s the old arbitrage game

Gary Vaynerchuk war wie erwartet großartig. Der 11-Freunde-Ticker beschrieb das Tempo des Vortrags als ICE auf Speed. Ich glaube den Punkt, den er klar gemacht hat, war, dass er immer dorthin geht, wo die anderen Advertiser noch nicht sind. Und wo die Marketers den Markt noch nicht kaputt gemacht haben. “Ich habe einen Monat lang 15 Stunden am Tag damit verbracht, um die App »Social Cam« zu verstehen. Als ich sie verstanden habe, war das Ding tot. Meine Freunde haben über mich gelacht. Und dann kam »Vine«”, so Vaynerchuk. Es bleibt das alte Arbitrage-Spiel, das kann man drehen und wenden wie man will.
Ich denke, das kann man auch unterschreiben wenn man sich eines der drei vorgestellten StartUps anschaut: Yieldify. Die machen das, was die Online-Shops selbst nicht hinbekommen. Onsite-Retargeting und Co. – die ganze Palette – und sie machen es auf Provision über Affiliate Plattformen. Und gerade für das Affiliate Marketing gilt ja: Affiliates können nur da Geld verdienen, wo sie etwas besser oder schneller können als der Advertiser selbst. Arbitrage.

Millerntor bei Nacht
Millerntor bei Nacht

ReCap: Kurznotizen

* Gary Vaynerchuck fiel noch mit folgendem Money quote auf: “I’m as pissed as everybody that we’re gonna be robots, but it’s gonna happen.” Tatsächlich wurde an anderer Stelle eine Umfrage vorgestellt, nachdem 9% aller Smartphone-Nutzer ihr Smartphone sogar in der Dusche benutzen und 8% während des Sex. Und als Gary ins Auditorium fragt, wer alles sein Smartphone niemals weiter weg als eine Armlänge von sich weglege inklusive nachts, meldet sich fast das halbe Auditorium. Vom Smartphone zur Smart-Gear bis zum Implantat ist es nicht soo weit.

* Ein Zweiter Gedanke von Gary, den ich ganz interessant fand, war, dass der zu Recht sehr umstrittene Taxi-Dienstleister Uber, dem Kunden vor allem eins liefert: nicht etwa Mobilität, sondern Zeit. Und Zeit- und Aufmerksamkeitsökonomie, das war auch ein Thema, dass sich durch die ganze Online Marketing Rockstars zog. “Don’t disrespect the user!” gab uns Gary noch mit auf den Weg.

* Shaul Olmert von Playbuzz traf meines Erachtens auch eine bemerkenswerte Aussage. Bei Playbuzz werden Dinge getestet, bevor überhaupt klar ist, was sie sein sollen. Sie wollten was machen, wie ein Gallery Quiz, aber viel mehr als eine Idee hatten sie nicht. Und sie haben dann zu dem Thema einfach mal ein paar Dutzend Dinge gemacht und geguckt, ob dann wirklich ein Feature daraus entsteht. Live und vor Kunde.

* Philip Westermeyer weiß einfach wie man feiert. Diesmal mit Das Bo und Deichkind auf der Bühne (und mit dem Schlauchboot im Publikum).

Deichkind auf der Bühne und im Publikum
Deichkind auf der Bühne und im Publikum

* Der FC St.Pauli hat ein tolles Stadion mit vielen Dingen zum Entdecken drum herum. Aber der Presse-Raum war etwas klein.

Presseraum des FC St.Pauli
Presseraum des FC St.Pauli

Andere ReCaps:

ReCap: Offene SEO-Vorlesung 2013 an der Hochschule Darmstadt

Offene SEO Vorlesung 2013Heute Abend war an der Hochschule Darmstadt die Offene SEO-Vorlesung, die von Jens Fauldrath im Rahmen seines SEO-Hochschulprojekts organisiert wurde. Und während die anderen jetzt gerade den Darmstädter SEO Stammtisch im Biergarten an der Diegurger Straße begießen, schreibe ich schon diesen ReCap.

SEO-Studenten ins kalte Wasser geworfen

Fünf Arbeitsgruppen stellten ihre Ergebnisse, ihre neuen Webseite, Zielgruppen, Redaktionspläne und Umsätze. Inhaltlich als besonders professionell und mit tollen SERP-Platzierungen für starke Keywords z.B. rund um The Walking Dead Staffel 4 aufgefallen ist insbesondere die Gruppe um zombie-planet.de, die Monetarisierung der Web-Inhalte fand ich dagegen bei chefgrill.de beachtlich. Immer wieder erstaunlich, wie weit die studentischen Gruppen in wenigen Wochen kommen. Für mich auch beachtlich: welche tollen Kooperationen man mit etwas Charme und Geschick organisieren kann. So wird Zombie Planet vielleicht sogar eine eigene Spielkarte in einem bald erscheinenden Zombie-Kartenspiel designen.

Karl Kratz erklärt wie guter Content geht

Den zweiten Teil der offenen SEO-Vorlesung bestritt Karl Kratz, der ja für sehr lange Seiten und komplexe, aber gut verpackte Inhalte bekannt ist (wie zum Beispiel hier bei seinem Artikel zur Vermarktung neuer Produkte). Über die Inhalte seiner PRäsentation mag ich nicht soviel sagen, aber es waren sehr viele Denkanstöße dabei, von denen man viele auch in seinen Ebooks zu Landingpage SEO und Landingpage Ebook zu finden sind. Guter Stoff!

Vielen Dank Jens, für dieses wiedermal gelungene Event!

offene-seo-vorlesung-2013-darmstadt

ReCap (3/3): SMX München 2012

Am zweiten Konferenztag bin ich dann auf die SMX, der erste Tag soll – und das ist nur Hörensagen – nicht ganz so toll gewesen sein, aber der zweite Tag war absolute großartig. Will Critchlow hat einen Talk-Battle gegen Rand Fishkin von SEOmoz per Publikumsentscheid gewonnen. Ich habe eine fantastische Excel Live-Session von Richard Baxtor.
Hammer, was der in wenigen Minuten aus dem Ärmel geschüttelt hat. Dann „Speed Matters“, mit supercoolen Tools und einer großen Menge an Dingen, die ich noch nicht wusste – inklusive der Tools Pingdom.com mit dem man sich die Sitespeed einfach analysieren lassen kann und smush.it mit dem man Bilder nochmal besser komprimieren kann. Super Cool.

Viele neue Tools & Insights zum Page Speed

Spooky ging es dann in der Session von Prof. Mario Fischer und André Alpar (der ja frisch von Rocket Internet zur Agentur AKM3 gewechselt ist) weiter. Die haben sich mal die letzten 20 Patente von Google angeschaut und überlegt, was die schon bald alles in ihr Suche mit einbringen könnten. Ich sag nur soviel: das deutsche Datenschutzabzeichen in Gold werden sie dafür nicht bekommen. Echt gruselig. Und dabei saß Johannes Müller von Google sogar im Saal.

Kreative Linkbuilding-Strategien

Und dann waren da noch Will Reynolds und Richard Baxter, die in einem Affenzahn dutzende Linkbuilding Ideen in den Raum warfen. Und das ist ja ein Thema, wo ich immer das Gefühl hatte, da kommt nur noch spammiges. Aber nein, das war richtig kreativ und werthaltig. Die Präsentationen werde ich mir auf jeden Fall nochmal im Nachgang anschauen.
Also ein toller Tag, der sich wirklich gelohnt hat, und den ich noch nett mit den Kollegen (Ludwig und Jens) beim Thailänder hab ausklingen lassen.

Weitere ReCaps zur SMX 2012 findet ihr hier:

121watt.de – Alexander Holl
SEOnauten
q48.de – Pascal Fantou
mindshape.de

linkwissenschaft.de
webschorle.de
onlinemarketing.de
explido.de
spirofrog.de
kennstdueinen.de
kuehlhaus.com
felixbeilharz.de
SEOkratie
seo-united.de
SEOkratie
advertising.de
projecter.de
SEOkratie

Sascha Pallenberg erklärt die Welt (Update)

Sascha Pallenberg, der als kommerzieller Blogger und Kleinunternehmer in ThailandTaiwan ein schönes Leben hat und dort die lokale Wirtschaft ankurbelt, hat jetzt geleakt, dass in der Blogosphäre Links gekauft werden können!!!11!!elf1

Wahnsinn! Wer hätte das gedacht? Netzpolitik.org kann es selbst kaum glauben, dass es sich für sowas hergibt. Da missgönnt jemand kleinen Bloggern ihre 25€/Monat, die sie über einen Linkverkauf verdienen können, führt aber selbst einen Blog in dem man mit einem Kommentar noch nicht mal einen Backlink für seinen Blog bekommt. Wie scheinheilig ist das denn bitte? Was ist denn bitte mit dem DoFollow-Gedanken der Blogosphäre? Oder gilt das auch schon als _böser_ Manipulationsversuch gegenüber den hilflosen Großkonzern Google?

Dabei hatte Pallenberg doch die Chuzpe sich auf der letzten Re:publica vor jede Kamera zu setzen und zu erklären wie toll und einfach das Geldverdienen im Internet ist.

Da hat wohl der Geltungsdrang über die Realität gesiegt.

Update:

Update 2:
Auch der Spiegel schreibt über Sascha Pallenberg und weist auch nochmal auf dessen Meta-Blog-Projekt Techlounge hin, das bei der ganzen Sache vielleicht auch eine Rolle spielt. Da muss man den Spiegel übrigens mal loben – der Artikel ist hintergründig, gut recherchiert und unaufgeregt.

Abmahnung wegen Alexa Rank Gefährdung

Was es nicht alles gibt. Da mahnt jemand einen Seitenbetreiber ab, weil er diesen im Alexa Ranking verdrängt hat. Das Alexa Ranking versucht ein Ranking anhand des Traffics von Webseiten zu berechnen. WTF?

Und warum klagt er? Er habe Werbeausfälle. Da verwechselt jemand wohl Ursache und Wirkung. Das ist zum Totlachen. Die Highlights:

It has come to my attention that your website “Hit Club Music Summer 2010” on this URL has potential to threaten my Alexa page ranking. As a consequence, this may cause our website to lose vital income which is generated from ad-space and it will not be tolerated. Due to the nature of your actions I am requesting a formal take-down of your website due to copyright infringement as the music posted on your “http://www.youtube.com” links is not endorsed by the rightful authors, as counseled by my attorney. Considering that you are also going through the New York University server, your actions may cost you and your educational institution unless you cease the aforementioned copyright infringement. If you continue hosting your service I will be forced to file a civil suit in which you will be charged for any lost advertisement revenue, averaging $0.52 per day.

In addition, your html markup shows your ineptitude in online web design, making your website an inefficient option for visitors who truly care about the Club Songs Industry. The listing of the dates on your monthly playlists go in ascending order rather than descending. This is just one of the many flaws of your clearly haphazardly designed website. However, I will give you neither my website URL nor my constructive criticism, for you are clearly trying to make money in an industry which doesn’t have room for your lack of music and website design knowledge. My page viewers have complimented me numerous times on the layout and content of my page.

You may contact me at this e-mail for any further concerns, although it is clear there is not much more to say. Your carelessness, inefficiency, and utter incompetence have gotten you into this hole, and unless you find a way out by October 31st, when my ad-space revenue comes in, further action will be taken. Also, for legal purposes, when and where was this website created? In the chance that it was created before September 30th, 2010, a law suit will be filed for the obvious decrease in revenue from my ads last month, totaling $7.34.

(via: behind-the-enemy-lines)

Verkauft 1&1 die Domain webosting.de über Sedo?

Spannende Sache. Jahrelang gab es unter der Domain www.webhosting.de eine Weiterleitung zum Internet-Angebot des Webhosting-Services von 1&1. Und nun? Bei Sedo steht die Domain nun zum Verkauf für einen Preis von 300.000 €. Ist da etwa jemand in argen Geldnöten?

Aus SEO-Sicht jedenfalls macht es sicherlich wenig Sinn eine solche Domain abzustoßen. Was könnte man damit nicht alles machen. *seufz* Aber ein SEO wird sich bei dem Preis wohl eher nicht dran wagen.
Hier gehts zur Sedo-Verkaufsseite