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And it’s the end of history …

sangen Rage against the Machine noch höhnisch in ihrem Godzilla-Soundtrack-Klassiker “No Shelter”. Dazu waren in Anlehnung an den (desaströs gescheiterten) Godzillawerbefeldzug unter dem Motto “Size does matter” Slogans zu lesen wie “Justice does matter!”, “Inequality does matter!”, “Land stolen from Mexico equals five states – Imperialism matters!” oder eben “History does matter!”, das mit einem eindrucksvollen Zoom quer durch Los Angeles die Größe des Atomkraters von Hiroshima feststellt.
Und zu eben dieser Erkenntnis scheint der Urheber des Zitates gekommen zu sein. Einer der Vorreiter der kehrt seinen Mitstreitern (“Amerikaner vom Mars und Europäer von der Venus”) und (“Clash of civilizations”) den Rücken. Während Fukuyama mit seiner Theorie vom Ende der Geschichtsschreibung im teleologischen Sinne der weltweiten Demokratisierung nach dem Fall der Sowjetunion schwärmte, relativiert er sich jetzt und spricht von einer marxistischen Denktradition der langen Prozesse. Seine Mitstreiter haben ihn Missverstanden und argumentieren (leninistisch) für ein aktives kurzfristig Eingreifen in diesen Prozess, um ihn zu beschleunigen.
Hat ja im und in , die jetzt ach so demokratisch sind, ganz prima funktioniert. Naja, wenigstens Fukuyama hat’s verstanden.
Hier der Link zum dazugehörigen Spiegel-Artikel:
Link

P.S.: Mal sehen, wer sich so alles für die politischen Diskurse des neuen Jahrtausends begeistern lassen kann.

EDIT: Und hier noch nachgereicht der Link zu dem Spiegel-Interview:
http://service.spiegel.de/cache/international/0,1518,407315,00.html