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Und nochmal Hoffenheim: Diesmal … Doping oder: 10 Minuten

Und wiedereinmal war sie in den letzten Tagen unterwegs, die DFB-gestützte PR-Maschinerie vom Milliardärs-Club TSG Hoffenheim. Was war passiert? Zwei Spieler erschienen nach einem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach 10 Minuten zu spät zum Doping-Test. Der Fall ist eigentlich klar, denn das gilt nach den NADA und WADA-Statuten als Doping und wird mit einem Jahr Sperre der Spieler bestraft (und evtl. Punktabzug für das entsprechende Spiel). Das ist so, weil in 10 unbeaufsichtigten Minuten so allerhand passieren kann bei den Leichtathleten genauso wie bei den Radfahrern und eben genauso wie bei den Fußballern.

Dass der Verein verushct zu beschwichtigen ist verständlich, dass sich da auch DFB-Offizielle anschließen war leider zu erwarten. Borussia Mönchengladbach hat logischerweise Protest gegen die Wertung des Spiels eingelegt, bei dem es zu den Vorfällen gekommen ist und sieht sich nun sogar Anfeindung von Vereinsverantwortlichen gegenüber. Verkehrte Welt.

Wenigstens steigen die klassischen Medien nicht auch auf den DFB/TSG-Zug auf und bleiben auf striktem Anti-Doping-Kurs: SPON, FAZ. Derweil lehnte sich der Hoffenheimer Trainer Ralf Rangnick im Südwest-Fernsehen sehr weit aus dem Fenster, als er behauptete, dass in der Bundesliga zur Dopingkontrolle ausgeloste Spieler durchaus mit Einverständnis der Dopingkontroll-Ärzte nicht direkt im Doping-Kontrollraum erscheinen müssten und auch andere Trainer ihm diese Praxis bestätigt hätten. Der DFB hat ihn da schon zu einer Stellungnahme zu dieser Behauptung aufgefordert.

Ein schöner Pressespiegel zum Thema findet sich auch hier.