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Barcamp Darmstadt 2010 – Review

Am Wochenende fand das Barcamp Rhein-Main in Darmstadt (in den Räumen meines Arbeitgebers) mit über 250 Teilnehmern statt. Das hab ich mir natürlich nicht entegehen lassen, obwohl ich ahnte, dass das ganze sehr technisch zugehen würde und viele Webentwickler das Barcamp dominieren sollten. Angemeldet habe ich mich zum Barcamp übrigens schon bevor die Räumlichkeiten feststanden. 🙁

Aber ich muss sagen, ich bin begeistert, es gab zu jeder Zeit eine spannende Nischen-Session. Andreas Dittes von klickhelden.de sprach über Facebook Pages (ohne jetzt irgendwie größer was neues zu erzählen) und der Grünen-Kandidat fürs Stadtparlament Stefan Opitz versuchte in einer wirklich interessanten Session die Möglichkeiten des Kommunalwahlkampfs in den neuen Medien auszuloten (mit am Tisch übrigends der Netzkampagnen-Berater von Kristina Schröder).


Photo credits: Patrick Lenz

Und dann hab ich noch eine interessante Session in Erinnerung zu SocialMedia Vorbereitung von Urlauben, um vor Ort besser mit den Locals in Kontakt zu kommen. Wobei ich mich immernoch frage, warum ich potentielle Freunde auf diese Art und Weise im Vorfeld meiner Reise manipolieren soll – aber PR’ler sind da wohl schmerzfreier.
Und dann war Alex Boerger, einer der Macher des Mainzer Internetbrunnens, da. Bin gespannt, ob sich das durchsetzen kann. Und dann gab es noch das Highlight – eine Diskussion mit dem hr-info Radio-Macher Jan Eggers unter dem Motto “Walking with dinosaurs – die alten Medien und das Internet”. Auch wenn er auf großes Unverständnis stieß und selbst ich mich genötigt sah den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vehement zu verteidigen.

Mein Fazit: Das Barcamp 2010 in Darmstadt war eine hochprofessionell organisierte Veranstaltung auf durchgängig hohem Niveau!

Fotos gibt’s bei Flickr und der Twitter-Haschtag war #bcda. Da kann man mal einen Eindruck gewinnen, wie’s war.

Peter Löwenstein hat außerdem noch einen ausführlichen Bericht über das Barcamp unter www.regioblog.de geschrieben, der sehr zu empfehlen ist. Und auch das Echo hat mittlerweile einen Artikel.

Weitere Artikel:
injelea-blog.de

Die Wahrheit stirbt zuerst

Und nochmal G8: Ein eher trauriges Bild gaben zur G8 Zeit nämlich nicht nur die Käfig-Politiker aus den 8 elitärsten Staaten der Welt, sondern auch die Medien ab. Damit meine ich noch nicht mal die Sensationsgeilheit, sondern vor allem das wahllose verbreiten von Falschmeldungen in denen die G8-Protestler meist nicht gut wegkamen. Hörte ich doch donnerstags im Radio tatsächlich etwas von einer im Gange befindlichen Bewaffnung der Demonstranten an einer Sitzblockade mit mit Nägeln bestückten Kartoffel. Wer sich das wohl ausgedacht hat? Wenn das wirklich jemand mitbekommen hätte, hätte die Polizei ja direkt einschreiten müssen, und sie gar nicht erst bewaffnen lassen. Auch von den Attacken mit Säure aus Wasserpistolen (schon klar) gehören wohl eher in den Bereich der Fantasie eines der über 20 völlig überforderten Polizeisprecher rund um Heiligendamm.

Eine tolle Übersicht der Verfehlungen der Medien (inklusive der Medienagenturen dpa und dpp) findet sich in dem Blog Spiegelfechter. Der Spiegel, der sich anfangs wenig mit Ruhm bekleckerte, hat im Laufe der Berichterstattung einen kritischen Artikel zur Informationslage im hohen Norden nachgeschoben, entschuldigt für deren falsche Berichterstattung hat sich bisher niemand.