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Doch noch letzte Umfrage zur Hessenwahl

Da gibt die Frankfurter Rundschau also doch noch ein Forsa-Umfrage zur Hessenwahl heraus. Ich hatte eigentlich schon nicht mehr damit gerechnet. Und tatsächlich ist die Umfrage mutiger als die beiden vorigen (von Infratest und FG Wahlen), die sich nicht entscheiden wollten, ob Grüne oder FDP drittstärkste Kraft werden und ob die Linke die 5%-Hürde nimmt.

Forsa also sieht die FDP bei 15 und die Grünen bei 13%. Die Linke mit 4% draußen. Mit 41% CDU und 24% SPD ist jedoch fast egal, wie groß der Abstand der beiden Volksparteien zueinander genau ist. Die CDU steht vor einem Wahlsieg, weil sie auf keinen Gegner getroffen ist, der einen Wahlkampf geführt hat, den ich – anders also z.B. Robin – deutlich suboptimal empfunden habe (trotz Webwahlkampf, dazu schreibe ich nach der Wahl noch was). Und weil sie selbst konsequent keinen Wahlkampf gemacht hat. Das ist auch ein Novum.

Meine Prognose zur Wahl:
CDU 41%
SPD 26%
Grüne 13%
FDP 12%
Linke 5% (bleibt drin!)
Andere 3%

Malawi-Koalition in Sachsen?

Ich hätte mit diesem Post dem Spiegel-Artikel zu diesem Thema 16 Stunden zuvor kommen können, weil ich immer fleißig das grandiose election.de verfolge. Und da wurde gestern die Umfrage vom IfM Leipzig publik gemacht, in der es zum ersten mal seit Menschen gedenken keine Mehrheit für eine “große” also schwarz-rote Koalition geben würde.

Wie an anderer Stelle angekündigt, ist dies natürlich ein Grund für mich in diesem Blog Häme zu verbreiten. Die konventionellste Koalitionsmehrheit würde durch eine Jamaika-Koalition möglich. Aber auch folgende Szenarien sind von einem Election.de-User angedacht worden:

Es scheint als ob wir ein neues Koalitionsmodell in unseren Wortschatz aufnehmen müssen: Die Belgien- oder Deutschland-Koalition — Schwarz-Gelb-Rot oder Schwarz-Rot-Gelb(Gold).
Oder wie wäre es mit Schwarz-Rot-Grün? Das wäre die Afghanistan-, Kenia- oder Malawi-Koalition.
Oder die Ghana-, Guinea-Bissau-, Mosambik- oder Sao-Tomé-und-Principé-Koalition (schwarz-rot-gelb-grün)?

Ich find’s ja irgendwie witzig, wenn da nicht die widerlichen braunen wären. Ein interessanter Aspekt ist übrigens, dass dies ja noch gar nicht die Emnid-Umfrage ist. Muss sich dort dann die SPD Gedanken um die 5%-Hürde machen. Wäre ja nur allzu verständlich, dass der Wähler sie abstraft, nach den ganzen Skandalen aller politischen Gegner.

Letztendlich hat dann auch jedes Bundesland die Regierung, die es verdient. Armes Sachsen