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Logo-Klau durch HSE [Update]

Die Darmstädter HSE (Heag Südhessische Energie AG) wollte sich ein neues Logo geben. Nachdem sie schon kräftig in ein neues Headquarter-Gebäude investiert hatte, waren die 400.000 € die sie der Kreativagentur Jung von Matt geben wahrscheinlich gar nicht so viel Geld. Nur die geleistete Arbeit (das Resultat seht ihr inklusive Slogan “Das Ganze sehen” oben) entspricht nicht ganz den gebotenen Qualitätsmaßstäben.

Vergleicht man es mit dem 20 Jahre alten Logo der ostdeutschen Henningsdorfer Stahl Engineering GmbH muss man schon arg an der Originalität zweifeln. Plagiarismus kommt eben auch in den besten Familien vor. JvM jedenfalls bot wohl jetzt nach Angaben von hr3 eine Preisreduzierung um 50% an. Das macht das Plagiat aber nicht wirklich ungeschehen, wenn ich das Urheber- und Markenrecht nicht falsch in Erinnerung habe.

Und über den Slogan kann ich ja echt nur lachen. Aber vielleicht kann mir jemand ja erklären wie die Jungs von Jung von Matt auf die Bilderwelt rund um “sehen” kommen, bei einem regionalen Energieversorger. Das alte Logo fand ich übrigens eigentlich recht gut – den Slogan ungefähr tausendmal besser:

(via: otr)

[Update] HSE trennt sich von Jung von Matt
http://www.wuv.de/nachrichten/agenturen/logo_panne_hse_trennt_sich_von_jung_von_matt

Energiepolitik der HSE

Vor kurzem habe ich mich über die Entega, bzw. die HSE (Südhessische Energie) beschwert. Und zumindest teilweise muss ich das wohl zurück nehmen. Zur Erinnerung: Die HSE, deren Tochter die Entega ist, hatte sich mit 33% in das neue Mainzer Kohlekraftwerk eingekauft, obwohl der CO²-Ausstoß weltweit ja angesichts des drohenden Klimawandels eigentlich zurückgefahren werden sollte. Daraufhin versuchte die Entega gar den – wohl günstigeren – Kohlestrom noch weiter zu subventionieren durch Spezialrabattaktionen.

Nachdem vorgestern in der FR noch die Rede von einem Investitionsvolumen der HSE von 200 Millionen € war, berichtete sie am Samstag von Ausstieg aus dem Kohlekraftwerk, das nun von Mainz und Wiesbaden alleine getragen wird. Grund ist leider keine ökologische Einsicht, aber der Zweck heiligt die Mittel. Immerhin wird die Energie jetzt von einem Erdgaskraftwerk aus dem bayrischen Irsching bezogen.

Derweil in München: Angela Merkel und Klaus Töpfer machen Stimmung GEGEN Atomenergie während Rüttgers und Sigmar Gabriel den Kohlebergbau im Ruhrgebiet abschaffen. Zugleich wird nach mehr Unabhängigkeit von den unberechenbaren Russen (insb. Bundesliga-Spitzenreiter-Sponsor Gasprom) verlangt. Man wird sich doch nicht etwa …? Bleiben ja fast nur noch die erneuerbaren Energieträger übrig.