So, ein Wochenende mit dem neuen Feature von T-Entertain Liga Total!, der persönlichen Konferenz. Das ist ja das Feature auf das fast jeder Fußballfan gewartet hat – eigentlich. Endlich eine Live-Konferenz ohne das nervige Spiel Mainz gegen Freiburg. Gemütlich Fußball gucken. Man schaut der eigenen Mannschaft zu, und will vielleicht noch über die Spiele der 2-3 Topmannschaften oder des Top-Spiels informiert werden, mehr nicht. Kein Nürnberg, Kaiserslautern, Hannover.
Liga total! kann das jetzt. Man wählt einige Spiele aus und entscheidet sich für ein Hauptspiel (das ist optional). Das läuft dann erstmal, und immer wenn ein Tor fällt, bei einem Spiel, das man für die persönliche Konferenz ausgewählt hat, bekommt man ein Bild-im-Bild-Hinweis und sieht den Torjubel eingeblendet. Will man zum anderen Spiel rüberschalten, gibt es eine Kurzwahltaste, und genauso schnell geht’s wieder zurück.
Das ganze hat erstaunlich gut funktioniert, auch wenn es am ersten Spieltag (peinlich, peinlich) Tonprobleme gab und die Steuerung der persönlichen Konferenz mit der T-Entertain Fernbedienung erstmal ein wenig gewöhnungsbedürftig war. Hat aber alles in allem gut funktioniert.
Das interaktive Angebot der Live-Konferenz wird also immer besser. Die Blitztabelle und die Zwischenstände gibt es nur noch, wenn ich sie sehen will. und so reduzieren sich das Spielfeld überlagernde Banderolen auf das wesentliche. Auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Jede Minute Bundesliga-Fußball ohne Mainz ist toll.
ich mache mich jetzt wohl ein wenig transparent, aber da ich alle meine Tipps harmonisieren werde, können dann alle meine drei Tippgemeinschaften abgucken. Mir doch egal. Hier kommt der ultimative WM Tipp:
Getippt mit dem WM-Prophet
Ja, Jubelstimmung in meinem WG-Zimmer. Alle italienischen Mannschaften sind aus der Champions League rausgeflogen. Nur noch Udinese Calcio, die sich mit Glück in der Runder der letzten 32 Mannschaften gegen einen polnischen Vertreter durchsetzten, sind im UEFA-Cup dabei. Endlich ist der italienische Fußball da angekommen, wo er hin gehört.
Was bleibt ist die Erkenntnis, dass englische Mannschaft doch ein Elfmeterschießen gewinnen können. So geschehen beim Spiel zwischen dem AS Rom und dem FC Arsenal, das 6:7 ausging. Drei italienische Vertreter sind gegen englische Mannschaften rausgeflogen. Von den deutschen ist nur noch Bayern dabei.
Der Ex-Bundesligist und Traditionsverein SV Darmstadt 98 – “Die Lilien” – steht nun seit gut einem Jahr kurz vor der Insolvenz. Und obwohl der Fehlbetrag schon wesentlich geschrumpft ist, er soll ja deutlich über 1 Million € gelegen haben, liegt er immernoch bei 400.000 €. Und die müssen noch bis Ende März aufgetrieben werden. Das wird nicht einfach, aber man versucht es mit einem finalen Kraftakt zu schaffen.
Dazu ruft der Verein zu einem Rekordversuch auf: „Ziel ist es, erneut ein deutliches Zeichen zu setzen, dass diese Region das Überleben des SV Darmstadt 98 sichern will. Mit dem Spiel gegen den Ex-Bundesligisten und süddeutschen Traditionsverein SSV Ulm 46 wollen wir den bisherigen Viertliga-Zuschauerrekord in Deutschland brechen. Der liegt bei 14.020 Zuschauern. Damit dies möglich wird, muss außerordentliches geschehen und ganz Darmstadt und die Region in Bewegung gebracht werden.“
Ich habe ja schon so einige Spiele – auch Vorbereitungsspiele – diese Saison angeguckt, aus Solidarität und weil es natürlich auch Spaß macht. Die Mannschaft spielt ja für diese Liga recht ansprechenden und engagierten Fußball. Also, wer am 7. März zu Darmstadt 98 gegen SSV Ulm hingehen will und noch niemanden hat, der mitkommt, kann sich gerne bei mir melden.
*** UPDATE ***
Jetzt haben es die Lilien sogar nach Spiegel Online geschafft. Hoffentlich klappt das mit dem Rekord am Samstag und darüberhinaus mit der Abwendung der Insolvenz.
Die TSG “1899″ Hoffenheim ist ja beides: schlechter Gewinner und schlechter Verlierer.
Schlechter Gewinner, das hat sich die Hinrunde in der Bundesliga immer wieder gezeigt. Was wurde nicht geheult über die achso fiesen Fans aller gegnerischen Vereine, die es irgendwie nicht toll fanden, dass ein Milliardär mit einem Fußballverein den deutschen Fußball zerstört. Das führte dann dank Schützenhilfe aus der DFB-Zentrale zur in der Bundesliga-Geschichte einmaligen Lex Hopp, um den armen Dietmar zu schützen.
Dass sie schlechte Verlierer sind, konnten die Hoffenheimer bisher nicht so oft zeigen, weil sie nicht so oft verloren. Aber schon nach der knappen Niederlage gegen die Bayern in der Hinrunde deutete sich da was an mit Brutalo-Fouls und Schauspieleinlagen. Jetzt – nach drei gar nicht mal so schlechten Spieltagen der Rückrunde – gibt es natürlich etwas zu meckern und einen Schuldigen zu suchen. Der ist schnell gefunden: die Medien.
“Über Wochen und Monate haben meine Spieler gelesen, wie gut sie sind. Sie wurden wie Popstars behandelt, wie Models abgelichtet. Für die Medien waren plötzlich die Handtaschen der Freundinnen interessant. Mit schwachsinnigen Dingen wurden die Spieler konfrontiert, da fiel es dem ein oder anderen vielleicht etwas schwer, sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren”
Moment mal. Ja, klar die mediale Aufmerksamkeit in der Form hat es zwar wohl noch nie für einen Bundesligisten, der nicht Beyern München heißt, gegeben. Aber das war doch weitestgehend kritiklos und immer zu Gunsten der Hoffenheimer. Nur mal als Beispiel die Gästeliste der Sendung Aktuelles Sportstudio auf ZDF:
23.August 2008 Gast Ralf Rangnick
4.Oktober 2008 Gast Vedad Ibisevic
1.November 2008 Gast Dietmar Hopp
22. November 2008 Gast Marvin Compper
20.Dezember 2008 Gast Selim Teber
31.Januar 2009 Gast Ralf Rangnick, Dietmar Hopp, Selim Teber (zudem die Sendung aus Hoffenheim).
Die Hoffenheimer stellten somit in der Saison 2008/2009, mit Ausnahme des Septembers jeden Monat einen Studiogast im Aktuellen Sportstudio.
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