Tag Archives: DFB-Pokal

Mini-Meisterschaft Norddeutschland

Mit dem erreichen des UEFA-Cup Halbfinals der beiden norddeutschen Bundesliga-Vereine Hamburger SV und Werder Bremen habe wir jetzt eine recht seltsame Entwicklung. Denn die beiden spielen im dortigen Halbfinale gegeneinander – Hin- und Rückspiel und dann steht da noch das entsprechende Bundesligaspiel an. Und zu allem Überflüss spielen die beiden auch im nationalen DFB-Pokal Halbfinale gegeneinander. Das macht 4 Spiele in 18 Tagen. Zwei in Hamburg, zwei in Bremen. Es ist als würden die beiden zu Saisonende noch eine Mini-Meisterschaft ausspielen.

22.04. HSV-Werder DFB Pokal
30.04. Werder-HSV UEFA Cup
07.05. HSV-Werder UEFA Cup
10.05. Werder-HSV Bundesliga

Fremdgegangen

Ein bischen schäbig kam ich mir heute schon vor beim SV Darmstadt 98. Die Lilien spielten ihr erstes Pflichtspiel in dieser Oberligasaison. Nach ihrem Abstieg hatten Sie so ziemlich alle Spieler abgeben müssen und quälen sich von nun an durch die hessischen Dörfer in eine hoffentlich wieder bessere Zukunft.

Heute war aber – wie gesagt – DFB-Pokal angesagt. Die Eintracht spielte in Berlin gegen Union und das wurde eh weder im Fernsehen noch im Radio mit Elan nübertragen, da konnte ich auch zu den Lilien ans Böllenfalltor fahren. Wetter war prima, und prima gekämpft haben sie auch gegen den ambitionierten Zweitliga-Club Greuther Fürth. Nach einem 0:1 Rückstand schafften die Jungs aus der Oberliga (vierten Liga) tatsächlich 20 Minuten vor Schluss den Ausgleich. Clevererweise holte sich der Torschütze beim Torjubel gleich seine zweite und damit Gelb-Rote Karte wegen Trikot-Über-Kopf-Ziehens ab. Blöd! So kassierten sie noch 2 Tore und verloren 1:3.

In der Straßenbahn nach Hause hatten die ganzen Lilien-Assi-Fans dann tatsächlich nix besseres zu tun als Anti-Eintracht-Lieder zu gröhlen. Und ich hab einen Lilienschal… . Verdammt. Und Sonnenbrand hab ich auch.

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Positiver Jahresabschluss bei der Eintracht

So, gestern haben wir also nochmal ein super-spannendes Spiel zum Abschluss dieses Jahres gesehen. 3:1 gegen den 1.FC Köln in der Verlängerung des DFP-Pokal-Achtelfinals. Schöne Sache und einige Bilder hab ich auch gemacht. Besonders auf das “Freiheit für Heigel”-Transparent will ich hinweisen. Regelmäßige Blog-Leser können sich vielleicht noch an diesen Eintrag erinnern. Ein Frankfurter sitzt immernoch in Vigo im Gefängnis, soweit bekannt ist ohne Anklage. Mir bleibt hier nichts als diesen Post so kurz vor Weihnachten ihm zu widmen.

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DFB ermittelt gegen Rostocker Nazis

Auch wenn der Blog wieder etwas Fußballlastig wird (am Donnerstag ist UEFA-Cup!!!):

DFB-Kontrollausschuss ermittelt wegen rassistischer Vorkommnisse in Rostock

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat ein Ermittlungsverfahren wegen rassistischer Vorkommnisse beim DFB-Pokal-Spiel Hansa Rostock II – FC Schalke 04 eingeleitet. Während der Erstrunden-Begegnung am vergangenen Samstag im Rostocker Ostseestadion, die der FC Schalke 04 mit 9:1 für sich entschied, war der Schalker Nationalspieler Gerald Asamoah aus dem Rostocker Fanblock rassistisch beleidigt worden.
Mittlerweile ist beim DFB-Kontrollausschuss ein Sonderbericht von Schiedsrichter Matthias Anklam (Hamburg) zu besagten Vorfällen eingegangen. Zudem wurde Gerald Asamoah um eine Stellungnahme gebeten.
Im Anschluss an die Auswertung der vorliegenden Materialien entscheidet der DFB-Kontrollausschuss über den weiteren Fortgang des Verfahrens.

Am 7. Oktober findet ein Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Georgien in Rostock statt. Ich hoffe man nimmt der Stadt das Spiel weg.

1. Mai in Berlin

Nachdem der 1. Mai in Bayern (ähm … Franken) wohl ganz friedlich verlief, und ich auch aus Heppenheim und Worms noch keinerlei Informationen über das Ausmaß des rechtsradikalen Aufmarschs habe, berichte ich euch mal über meine Berlinerfahrungen. (Leider ohne Fotos, weil nur analoge Kamera und so …)
Jedenfalls war ich am Freitag in Berlin angekommen in einer wirklich sehr netten WG mit dem besten Döner Kreuzbergs direkt um die Ecke. Wobei das vielleicht auf jede Straße Kreuzbergs zutrifft. Erst als wir darauf aufmerksam gemacht wurden, fiel uns auf, dass die Ladenbesitzer schon am Nachmittag des 29.4. ihre Läden mit Pressspanplatten verrammelten. Die Banken hatten “Entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten. Von 28.4. bis 2.5. geschlossen” Schildchen an ihren Eingängen, weshalb ich jetzt keinen cent mehr in der Tasche hab. Und es war alles friedlich.
Auch am Oranienplatz, in dessen Nähe wir (die Eintrachtfans) am Samstag unsere Niederlage feierten als wäre es ein Sieg gewesen (hunderte Leute auf der Straße bis 3-4 Uhr nachts), war alles wahnsinnig friedlich. Am nächsten morgen hab ich dann also meine Marathon-Sightseeing-Tour durch Berlin gemacht. Dabei war ich auch im Mauerpark – sehr nett da – und dort war die Mauer doch tatsächlich mit so weiß-rotem Absperrband von der Polizei abgesperrt, hunderte Polizisten und so. Und ich, der Tourist, frage, ob da ein Fußballspiel in dem Stadion ist, das sich direkt nebenan befindet. Muss sich der Polizist innerlich gefreut haben. (Allerdings hab ich diesem Tag so einige Pollizisten nach dem Weg gefragt, und kein einziger kam aus Berlin, also hatten die vermutlich auch von gar nix ne Ahnung.) Naja, abends hab ich dann gewusst, wieso das abgesperrt war. In ganz Prenzlau waren Leute auf der Straße und dieser Park war im Prinzip der Zentrum des Geschehens. ^^
Mittlerweile waren noch viel mehr Polizisten da, haben Straßensperren aufgebaut, die man nur ohne Waffen passieren durfte (*respekt*), und es war immernoch friedlich. Auf dem Heimweg bin ich wieder durch Kreuzberg gelaufen: auch immernoch ales friedlich. Und dann komm ich gestern Mittag nach Hause und lese das. Und ich hab’s verpasst.

Final-Karte

Das Prozedere klang ja ganz schön kompliziert. Nur Dauerkartenkunden und auch nur die, die ihre Karte nicht über einen EFC (sprich: Eintracht Fan Club) oder die Fan- und Förderabteilung bekommen haben, konnten heute zwischen 10 und 20 Uhr an die Commerzbank-Arena (Sprich: Waldstadion) kommen und dort, wo sonst Schnitzelbrötchen und Bier verkauft wird, eine Karte für das Pokalfinale in Berlin kaufen. In den einschlägigen Foren konnte man schon früh lesen, dass es zwar dauert, aber unkompliziert sei und tatsächlich. Als wir in der Mittagszeit am Stadion waren, waren alle Vorverkaufsschalter leer und wir konnten uns in aller Ruhe aussuchen, welche Karte wir denn wollten. Zwischen 30 und 50 € kosten die und unsere in Block 22.1 befinden sich genau in der Mitte dieses Preisrahmens. In der Marathonkurve sitz ich also am 29. April in dem Stadion, das durch Jesse Owens und den anderen sportlichen Welruhm erlangte, und alle die nicht hinfahren (also fast alle) können ja mal im Fernsehen nach mir Ausschau halten. 😉