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Weltkarte der deutschen Lehnwörter

Hier hat mal wieder meine Leidenschaft für Karten zugeschlagen. Eine Übersicht Deutscher Wörter, die ausgewandert sind. Das Ganze ist eine von 200 Infografiken aus dem Buch »Deutschland verstehen«.
Linguistisch ist das natürlich sehr zweifelhaft, denn wer sagt dann, dass ein Wort, das ins Finnische eingewandert ist, nicht eher aus dem Schwedischen gekommen ist, aber gut. Nett anzuschauen ist es allemal. Die Welt spricht deutsch. 😉

Wahlrecht-Vergleich in der Zeit

Zusammen mit den großartigen Machern der Seite wahlrecht.de hat die Zeit mal das Experiment gewagt und das Bundestagswahlergebnis von 2009 in andere Wahlrechte übertragen. Anlass ist die Reform das bundesdeutschen Wahlrechts, dass ja verfassungswidrig war (und wahrscheinlich nach der Neuregelung immernoch ist). Deshalb werden auch das neue Wahlrecht und die Vorschläge der einzelnen Oppositionsparteien miterrechnet.

Andere Länder, andere Wahlsysteme

Natürlich ist Großbritannien mit ihrem “First-Past-the-Post“-Mehrheitswahlrecht bitter. Auch wenn es in deren regional stark fragmentierten Gesellschaft mehr Sinn macht.
Spannend finde ich aber insbesondere auch die Darstellung der Wahlsysteme, die man nicht so häufig zu sehen bekommt. So bekommt man z.B. in Griechenland als stärkste Fraktion 50 Zusatzmandate, was ich bis zur letzten Wahl dort gar nicht wusste. Oder: In Italien gruppieren sich jeweils zur Wahl Rechts- und Linksbündnisse und ich fragte mich schon immer, warum eigentlich. Jetzt weiß ich es. Das Wahlbündnis mit den meisten Stimmen erhält automatisch 54% der Mandate im Parlament. Verrückt. Aber natürlich nur in unseren Ohren.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie entsetzt mich eine Österreicherin (hallo Christina) während meiner Eramsuszeit fragte, wer denn in Deutschland entscheidet, wer Bundeskanzler ist, wenn das nicht der Bundespräsident macht. 😉

Neue liberal-konservative Partei in Deutschland?

Frank Rieger fasst in einem eindrucksvollen Artikel die Gerüchtelage zur Entstehung einer neuen Partei in Deutschland am rechten politischen Rand zusammen. Das wabert ja schon eine ganze Zeit durch den politischen Exkurs. Das Wählerpotential für eine Partei rund um Personen wie Friedrich Merz, Thilo Sarrazin und Theodor zu Guttenberg läge wohl bei ca. 25%.

Wohlgemerkt nur das Potential. Es ist gar nicht so einfach eine neue Honoratioren-Partei zu gründen, wobei man sich mal in Ost- oder Südeuropa umschauen sollte, denn dort geschieht das öfter.

Neben der tollen Zusammenfassung von Frank bleibt mir nur noch anzumerken, dass eine Parteienlandschaft mit einer solchen Partei X extrem komplex werden könnte. Wir reden dann nämlich von 7 Parteien, die in Fraktionsstärke in Landesparlamente oder den Bundestag einziehen könnten: CDU/CSU, SPD, Bündnis90/Grüne, FDP, Linkspartei, Piratenpartei, Partei X + evtl. weitere Rechtsaußenparteien. Und ähnlich wie bei der Entstehung der Grünen wird sich ein neuer nativer Koalitionsparter für die CDU/CSU entstehen, der andere Wählerschichten ansprechen kann, als es der CDU möglich ist, wenn die sich doch am Medianwähler orientieren muss.

Fünf europäische Staaten auf der Schulden-Kippe?

… hoffentlich nicht.

Grundsätzlich glaube ich, dass die Rating-Agenturen (möge ihre Macht auch noch so illegitim sein) noch viel zu harmlos mit ihrem Instrumentarium umgehen. Die Frage ist doch, wie besonnen und abwägend die Finanzwirtschaft sein kann/sollte. Aber da die ihr Gehirn und ihr soziale Verantwortung schon lange auf dem apokalyptischen Altar der Profitmaximierung geopfert haben, wer soll uns noch retten? Angela Merkel?????

Wallonien 17. Bundesland von Deutschland


Wallonien, der französisch-sprachige Teil Belgiens überlegt sich gerade eine Exit-Strategie aus Belgien. Hintergrund ist der seit Jahrzehnten andauernde und nun eskalierte Streit zwischen Flandern und Wallonien. Nun will aber Wallonien eher nicht alleine dastehen – und bei den Franzosen mit ihren brennenden Barrikaden fühlen sich sich auch nicht wirklich wohl. Da kommt den Wallonen die Idee es mal mit uns Deutschen zu versuchen.

Das sagt zumindest der Klima- und Energieminister Paul Magnette der Zeitung “La Libre Belgique” laut Spiegel Online. Und ich hab übereifrig schon mal eine neue Deutschlandkarte gebastelt.