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Piratenpartei Server von Polizei abgeschaltet

Die Piratenpartei – über die ich mich zuletzt ja so in Darmstadt geärgert habe – hat heute alle ihre Server offline genommen bekommen. Grund ist ein polizeilicher Untersuchungsbeschluss der Staatanwaltschaft Darmstadt, die ja schon mehrfach auf Grund ihrer unangemessenen Ermittlungsmaßnahmen aufgefallen ist. Ich erinnere hier nur an den Fall der No Angels Sängerin, die quasi auf der Bühne wegverhaftet wurde und eine Pressemitteilung bezüglich ihres Krankheitsverlaufs der Beschuldigten gab es da gleich mit dazu.

Ich bin sehr gespannt, warum man da gleich Server abschalten muss. Die Zeitung Der Westen hat die ersten Informationen:

Die französische Generalstaatsanwaltschaft hat die deutschen Behörden in einem Fall um ein Rechtshilfeersuchen gebeten. Dieses werde derzeit ausgeführt. Auch die Franzosen würden nicht gegen die Piraten ermitteln. Details konnte die Staatsanwaltschaft nicht nennen.

Hiob in Darmstadt? Nein, in Darmstadt ist es prima!

Ich zitiere mal den P-Verlag:

Wella bis 2014 schrittweise raus aus Darmstadt. Modehaus Schrumpf Ende Januar 2011 zu. Polster-, Stoffe-, Matratzen- und Markisen-Spezialist Linck schließt nach 250 Jahren. Knöpfe- und Nähbedarfs-Institution Rodenhäuser macht ebenfalls Ende Januar die Schotten dicht. Und die Markthalle im Carree steht nach dem Auszug des Restaurants „Michelangelo“ mittlerweile mehr als zur Hälfte leer. Dieser Darmstädter Herbst ist voll von wirtschaftlichen Hiobsbotschaften für unsere kleine Großstadt.”

Prima, dass da Abhilfe geschaffen wird mit dem P-Sampler Vol. 1 „In Darmstadt ist es prima“. Der liegt jeder zweiten Ausgabe des P-Magazins bei. Hoffentlich erwische ich eine.

Barcamp Darmstadt 2010 – Review

Am Wochenende fand das Barcamp Rhein-Main in Darmstadt (in den Räumen meines Arbeitgebers) mit über 250 Teilnehmern statt. Das hab ich mir natürlich nicht entegehen lassen, obwohl ich ahnte, dass das ganze sehr technisch zugehen würde und viele Webentwickler das Barcamp dominieren sollten. Angemeldet habe ich mich zum Barcamp übrigens schon bevor die Räumlichkeiten feststanden. 🙁

Aber ich muss sagen, ich bin begeistert, es gab zu jeder Zeit eine spannende Nischen-Session. Andreas Dittes von klickhelden.de sprach über Facebook Pages (ohne jetzt irgendwie größer was neues zu erzählen) und der Grünen-Kandidat fürs Stadtparlament Stefan Opitz versuchte in einer wirklich interessanten Session die Möglichkeiten des Kommunalwahlkampfs in den neuen Medien auszuloten (mit am Tisch übrigends der Netzkampagnen-Berater von Kristina Schröder).


Photo credits: Patrick Lenz

Und dann hab ich noch eine interessante Session in Erinnerung zu SocialMedia Vorbereitung von Urlauben, um vor Ort besser mit den Locals in Kontakt zu kommen. Wobei ich mich immernoch frage, warum ich potentielle Freunde auf diese Art und Weise im Vorfeld meiner Reise manipolieren soll – aber PR’ler sind da wohl schmerzfreier.
Und dann war Alex Boerger, einer der Macher des Mainzer Internetbrunnens, da. Bin gespannt, ob sich das durchsetzen kann. Und dann gab es noch das Highlight – eine Diskussion mit dem hr-info Radio-Macher Jan Eggers unter dem Motto “Walking with dinosaurs – die alten Medien und das Internet”. Auch wenn er auf großes Unverständnis stieß und selbst ich mich genötigt sah den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vehement zu verteidigen.

Mein Fazit: Das Barcamp 2010 in Darmstadt war eine hochprofessionell organisierte Veranstaltung auf durchgängig hohem Niveau!

Fotos gibt’s bei Flickr und der Twitter-Haschtag war #bcda. Da kann man mal einen Eindruck gewinnen, wie’s war.

Peter Löwenstein hat außerdem noch einen ausführlichen Bericht über das Barcamp unter www.regioblog.de geschrieben, der sehr zu empfehlen ist. Und auch das Echo hat mittlerweile einen Artikel.

Weitere Artikel:
injelea-blog.de