Tag Archives: Cloverfield

Verwackelt im Kleefeld (2?)

Am Dienstag habe auch ich es endlich geschafft mir den Katastrophen/Godzilla-Film des großartigen J.J.Abrams Cloverfield anzuschauen. Ich hab hier ja schon drei mal Werbung für den Film gemacht, allein die gute (virale) Marketing-Kampagne hat es schon verdient, sich den Film mal anzuschauen. Wie man aus den Trailer schon erkennen konnte, ist der Film konsquent mit Handheld-Kamera – im Blair Witch Project-Stil – umgesetzt und setzt dabei auf die ganz subjektiven Eindrücke einer Katastrophe in New York, deren Bilder doch manchmal ganz schön arge Assoziationen bei mir verursachten.

Im Prinzip ist der Film eine konsequente Weiterentwicklung des Sujets des oft unterschätzten Krieg der Welten-Remakes mit Tom Cruise von 2005. Die Geschichte einer Katastrophe aus dem Blickwinkel eine Person. Und der technische Fortschritt macht eben heute ein Szenario wahrscheinlich, dass Menschen direkt am Ort der Katastrophe mit Videokameras oder eben auch Handys filmen, was passiert. Diese Geschichte erzählt Matt Reeves, der Regisseur, und mir macht das Gewackel dann immer nach 20 Minuten Bauchschmerzen, obwohl der Film toll war. Authetisch. Real. Und übrigens auch fatal.

Für mich überraschenderweise gab es dann – also eigentlich sogar noch vor Bundesstart – die Ankündigung eines zweiten Cloverfield Teils. Dieses Cloverfield 2 kann natürlich so einiges kaputt machen (siehe Matrix), aber im IMDB-Forum schwirren schon wieder so einige tolle Gedanken herum, z.B. könnte man die Katastrophe aus der Sicht eines Zivilisten, eines Wissenschaftlers und eines Militärs zeigen. Das würde wohl die Authentizität zerstören, wenn man beim Handheld-Konzept bliebe. Ich lass mich überraschen, der Film soll ja dann schon nächstes Jahr in die Kinos kommen.

EDIT: Eine Super-Rezension gibt es bei endoflevelboss, der auch auf Singer/Songwriter Conor Oberst von der Band Bright Eyes eingeht, der im Abspann auftaucht, obwohl den Film über ja fast gar keine, und von Oberst erst recht keine Musik zu hören ist. Schade eigentlich. Hätte gepasst.

Kino 2.0

Ich hab ja den Wahnsinnstrailer vor ein paar Tagen schon gebloggt. Jetzt schreibt sogar der Spiegel über den Film, der aktuell unter dem vermeintlichen Fake-Namen “Cloverfield” firmiert. Der Lost-Produzenten J.J.Abrams zieht aktuell alle Register des viralen Marketing.

Nur so viel weiß die Branchen-Webseite IMDB.com: “Es dreht sich um eine Monster-Attacke auf New York aus der Sicht einer Handvoll Menschen.”
Die Geheimnistuerei hat zu einer entfesselten Schnitzeljagd im Internet geführt, der die Fachzeitschrift “Advertising Age” bereits zu der pikierten Bemerkung veranlasste: “Wir, das Filmpublikum, sind nun aufgefordert, Informationen über den Inhalt eines Films zu finden? Ist dafür nicht die Marketingabteilung zuständig?”

Haha! Die haben was nicht verstanden …

Als sorgsam dosierter Klatsch wurde “Cloverfield” prompt zum Selbstläufer. Amerikanischen Fernsehstationen, die von dem Phänomen berichten wollten, wurde eine Kopie des Trailers verweigert, Handy-Video-Mitschnitte auf YouTube wurden auf Verlangen von Paramount gesperrt, dann aber über die Apple-Website veröffentlicht. Findige Detektive hatten da bereits das Startdatum 1-18-08 gegoogelt, und siehe da: So gelangt man zu einer Webseite, die zunächst eines, dann zwei, dann drei Standbilder mit Timecode aus dem “Cloverfield”-Trailer zeigt. Die Fotos lassen sich per Mausklick drehen und wenden und auf geheimnisvolle Hinweise untersuchen. Die Fotos lassen sich per Mausklick drehen und wenden und auf geheimnisvolle Hinweise untersuchen – zum Beispiel die Zahlenkombination, die die Worte “We”ll Miss You” auf dem einen Foto bilden, wenn man sie auf den Kopf dreht. Oder die seltsame Teufelsgestalt im Haar der beiden Frauen auf einem anderen.

cloverfieldJ.J.Abrams meldete sich bisweilen kurz zu Wort und vermeldete geheimnisvoll, es gäbe noch weitere Webseiten, die sich auf den Film beziehen – und die Schnitzeljagd war eröffnet. Inzwischen hat men die Webseite slusho.jp als solche identifiziert, hier wird ein Getränk beworben, das einst in Abrams’ Fernseh-Serie “Alias” und nun auf einem T-Shirt im “Cloverfield”-Trailer auftauchte.

Das Ganze – also diese virale Marketing-Kampagne – erinnert doch stark an das Alternate Reality Game (ARG) The Lost Experience (zwischen der Staffeln 1 und 2 der Serie Lost), das damals weltweit für Aufmerksamkeit sorgte. Ist das Kino 2.0?

Wenn Spielfilme aussehen wie Ego-Shooter

Gerade habe ich den neuen Film des Lost-Erfinders und Produzenten J.J. Abrams gesehen. Der Film heißt Cloverfield und startet im Januar 2008 in amerikanischen Kinos. In der IMBD steht noch fast nichts. Aber noch einer aus dem Lost/Alias-Team arbeitet wohl an dem Projekt, Drew Goddard als Schreiber. Und was soll ich sagen … ein Blogger aus den USA schreibt

This was seriously the craziest and coolest trailer I have EVER seen!

und – verdammt – er hat recht.

[Javascript required to view Flash movie, please turn it on and refresh this page]

Bitte schaut euch den Trailer auch nochmal in groß und scharf an.

Was mir jetzt eigentlich an dem Trailer aufgefallen ist, neben dem Umstand, dass das ziemlich geil aussieht, ist, dass das doch sehr der Stimmung von modernen Ego-Shootern á la Half-Life 2 erinnert. Und dabei meine ich jetzt nicht nur die Ich-Perspektive (obwohl die zugegeben viel dazu beiträgt). Auch die Geräuschkulisse orientiert sich definitiv an interaktiven Vorbildern. Bin mal gespannt ob es zu dem Film auch ein Spiel gibt. Will nicht ausschließen, dass mich interessieren könnte.

(via: www.firstshowing.net)