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Ceterum censeo … 9. November zum Nationalfeiertag

… der natürliche Nationalfeiertag Deutschlands ist der 9. November. An keinem Tag des Jahres haben sich in unserer Geschichte mehr wichtige Ereignisse abgespielt: Von der Erschießung des Revolutionärs Robert Blum 1848 über die Ausrufung der Republik 1918, den gescheiterten Hitler-Putsch 1923 und die berüchtigte „Reichskristallnacht“ 1938 bis hin zum Selbstmord des RAF-Gefangenen Holger Meins durch Hungerstreik 1974 – und natürlich dem Fall der Mauer 1989. Nicht umsonst gilt der 9. November als der „Schicksalstag der Deutschen“, an dem ganz natürlich der Ereignisse der Vergangenheit gedacht wird.

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9. November

Ich bin ja großer Anhänger der Idee vom 9. November als nationalem Gedenktag. Kein anderer Tag hat das Schicksal der deutschen Nation seit über 100 Jahren derart geprägt. Da kommt einem der 3. Oktober so künstlich wie eine dieser Grenzen vor, die irgendwelche Kolonialherren in Afrika oder Amerika auf der Landkarte gezogen haben mögen.

Gestern fand der 25. von dem Langener Antifaschistischem Aktionsbündnis organisierte Gedenkmarsch für die Opfer der Nazizeit in Langen statt. Vom Bahnhof aus gingen rund 100 Menschen bis vor die Ruinen der alten Langener Synagoge. Dort hörte man den Reden einer Zeitzeugin und von Martina Becker sowie der Organisatoren, zu denen ich dereinst ja auch zählte und unter der sich immernoch Verwandtschaft von mir befindet. Und auch in diesem Jahr gab es wieder genügend Anlass an die Greuel zu erinnern, denn erst vor einigen Tagen wurde eine brisante Studie zu der Salonfähigkeit nationalsozialistischen Gedankengutes in der deutschen Gesellschaft veröffentlicht.