Unis verheizen Studiengebühren
Wie nun auf Spiegel-Online nachzulesen ist, musste die erste Uni in Baden-Würtemberg, das ja schon zum kommenden Semester Studiengebühren in höhe von 500€ eingeführt hat, zugeben, dass dort ein Teil des Geldes zur Kostendecken des Heiz- und Energieetats drauf geht.
“Nach dem Landeshochschulgebühren-Gesetz dienen die Studiengebühren zur Erfüllung der Aufgaben in Studium und Lehre”, sagt Volz [Prorektor für Studium und Lehre an der Uni Freiburg]. “Das heißt, es soll der Lehrbetrieb damit sichergestellt werden. Nun kann man natürlich argumentieren, dass auch das Beheizen der Lehrräume in diesen Bereich gehört.”
Bis zu 4,5 Millionen Euro von den 22 Millionen Studiengebühren sind da anscheinend im Gespräch. Und auch im Staatsministerium rückt man wohl von der Policy ab, dass die Studiengebühren im vollen Umfang zur Verbesserung der Lehrsituation eingesetzt werden müsse. Der zuständige Staatssekretär Dietrich Birk lässt sich zitieren: Es sei “darauf zu achten, dass diese Studiengebühren zum weit überwiegenden Umfang zur Verbesserung der Lehre genommen werden.”
Alle genau hingehört? Genau! Und deshalb, wer es noch nicht getan hat, auf geht’s und Verfassungsklage in Hessen unterstützen.
Tags: Studiengebühren, Uni Freiburg, Verfassungsklage, Widerstand
19. December 2006 | Politics | 1 Kommentar
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schon leben » Blog Archive » Neues Jahr - Gleiches Problem schrieb:
03.01.2007 at 11:46
[...] Die Studiengebühren sind nicht nur unsozial, sie werden von den Universitäten auch nicht zur Verbesserung der Lehre eingesetzt werden. Jetzt kommt auch noch an die Öffentlichkeit, dass ein Großteil des Geldes gar nicht verwendet wird. So stellt sich die Sache zumindest in NRW dar. Allein die Uni Bonn sitzt auf 1,2 Millionen Euro Studiengebühren, die offensichtlich überall besser aufgehoben wären als dort, wo sie sind und anscheinend nicht dringend gebraucht werden. Und 1,2 Mio. € das sind immerhin die Gebühren von 5400 Studenten. Ein weiteres Argument gegen Studiengebühren. Erst kassieren – dann erst denken. Das Motto der Unis lässt wohl nicht unbedingt vertrauensvollen Umgang mit fremden Geld erahnen. [...]