Hessisches Landesmuseum – Tag der offenen Tür 2012

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt, das seit 2008 grundrenoviert lud heute zum Tag der offenen Tür auf seine Baustelle. Der Andrang war sehr groß. Solche Schlangen sieht man sonst eher vor Berliner Museen oder auf der ersten Körperwelten Ausstellung in Mannheim, damals gab es auch riesige Schlangen. Jedenfalls freue ich mich schon darauf, dass mein Darmstädter Lieblingsmuseum in gut einem Jahr im Herbst 2013 nach 5-jähriger Bauzeit wiedereröffnet.

Hier ein paar Impressionen von heute:

Conversion Summit 2012 Recap

Heute war ich auf dem Conversion Summit, den André Morys und Webarts nun schon zum dritten Mal organisiert hat. Ich will jetzt nicht jeden einzelnen Vortrag paraphrasieren, aber ein paar Insights hier also von meiner Seite.

Avinash Kaushik, der Webanalyse-Guru überhaupt, hielt die eindrucksvolle Keynote. Schon lange keinen so tollen Vortrag mehr gehört. Neben dem Money Quote des Tages “Everytime you use Flash on your website a puppy dies.”, der ja eher offtopic ist, nehme ich mir auf jeden Fall mit, dass es nicht reicht nur in einer Sache gut zu sein (Singlicity), sondern eben alles richtig oder zumindest gut zu machen (multiplicity). Das ist nicht einfach, aber dazu braucht es eben Online Marketing Ninjas.

Conversion Heroes

Wichtig, das kann man sich nicht oft genug vor Augen halten, die Webseite ist für den Nutzer da. Make people happy, deliver little portions of orgasms, else you suck! Die Aufgabe eine Webseite ist doch eigentlich recht einfach:
“Why is a user here?”, “What do you need to complete your task?” & “If you couldn’t complete your task, tell us why!”

Anschließend gab es einige Cases, die von Blume2000, Schwab und Zalando vorgetragen wurden. Zalando zeigte als Weltpremiere ihr neues graues Header-Design (copycating Amazon again).

It’s the hypothesis, stupid!

Nach der Mittagspause ging es mit Chris Goward Vortrag “Building better hypotheses with L.I.F.T.” weiter, indem er besprach wie man von Testergebnissen zu richtigen Einsichten kommt und eben daraus wieder Hypothesen geniert. Dazu gibt es auch einen schönen Blogpost von ihm. Achja und unter www.conversionskills.com kann man das beliebte Spiel CRO-Gewinnervariante-Raten spielen. 😉

Gabriel Beck wies nochmal auf die Gefahren von falschen Hypothesen und vor falschen Entscheidungen, weil oftmals die statistische Signifikanz nicht gemessen wird. Den Vortrag “Die 5 Todsünden des Testings” kann man sich unter www.conversiondoktor.de downloaden. Und auch die anschließende Case study über kickz.de und die verschiedenen KPIs die den Erfolgsfall bestimmen war sehr spannend. Durch den Durchgriff auf die Warenwirtschaft war es möglich, die Gewinnervariante hier sogar anhand des Deckungsbeitrags zu errechnen. Das sollte auf jeden Fall State of the Art sein.

Die Angst vor der Redesign Insolvenz

Wieso muss man eigentlich bei einem Redesign Angst vor der Insolvenz haben? Wenn man da selbstbewusst und mit gutem Testing-Konzept rangeht, kann man die Conversionrate ja sogar noch steigert, auch wenn dies im ersten Moment gar nicht so aussieht. Das zeigten die bergfreunde.de – der Vortrag war ehrlich, offen und damit ein kleines Juwel und den gibt es bei Sebastian im Blog auch zum Download.
Dilbert.com

Der Vortrag vom selbsternannten Conversionista hat dann zur späten Stunde – da waren wir schon eine Stunde über der Zeit – nochmal richtig aufgeweckt. Da empfehle ich auf jeden Fall auch einen Blick rein.

Morgen geht es um 9 Uhr weiter mit dem Conversion Camp, das Conversion Barcamp, zu dem ich mal wieder keine Session vorbereitet habe. *räusper* Ich gelobe Besserung für das nächste Barcamp.

Update: Weitere Recaps
sem-deutschland.de
carpathia.ch
121watt.de – Alexander Holl

Mitt Romney “Keep America American”-Slogan

Es läuft weiter nicht gut für Mitt Romney. Nach all seinen Eskapaden auf der Europa-Tour vor wenigen Wochen, bei denen er auch mal seinen staunenden britischen Gastgebern erklärte, dass sie die Olympischen Spiele nicht gut organisieren, jetzt auch noch dies: sein nationalistischer Slogan “Keep America American wurde erstaunlicherweise schon von anderen Nationalisten benutzt. So zum Beispiel vom Ku-Klux-Klan im Jahr 1922.