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Wallonien 17. Bundesland von Deutschland

Veröffentlicht am| Friday, 22. October 2010 | 3 Antworten |

Jan Schuster

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Wallonien, der französisch-sprachige Teil Belgiens überlegt sich gerade eine Exit-Strategie aus Belgien. Hintergrund ist der seit Jahrzehnten andauernde und nun eskalierte Streit zwischen Flandern und Wallonien. Nun will aber Wallonien eher nicht alleine dastehen – und bei den Franzosen mit ihren brennenden Barrikaden fühlen sich sich auch nicht wirklich wohl. Da kommt den Wallonen die Idee es mal mit uns Deutschen zu versuchen.

Das sagt zumindest der Klima- und Energieminister Paul Magnette der Zeitung “La Libre Belgique” laut Spiegel Online. Und ich hab übereifrig schon mal eine neue Deutschlandkarte gebastelt.

Antworten

3 Antworten to “Wallonien 17. Bundesland von Deutschland”

  1. Hans de Carne
    Monday, 1. November 2010 @ 17:43

    Ich kann aus Erfahrung sagen, dass die Wallonen mit den Franzosen wirklich nur die Sprache gemeinsam haben.
    Ihre Mentalität ist sehr verschieden von der französischen. Viele Wallonen wünschen ggf. den Anschluß an Frankreich, viele aber auch nicht, weil sie den Verlust ihrer Identität im Zentralstaat Frankreich befürchten.
    Für uns Deutsche könnte es eine echte Bereicherung sein die Wallonie als 17. Bundesland, vielleicht auch eher konförderativ aufzunehmen.
    Ich gebe aber zu bedenken, dass es auch heute in Deutschland die arm-reich Diskussion bereits gibt und die reicheren Bundesländer immer weniger bereit sind die ärmeren zu unterstützen. Wenn dann die trennende Sprache noch dazu kommt, kann sehr schnell böses Blut entstehen.
    Eine Voraussetzung wäre also, dass die Deutschen mehrheitlich bereit sind der Wallonie auch finanziell zu helfen!
    Ich mag die Menschen in der Wallonie sehr und habe viele Kollegen und Freunde dort.
    Ich wünschen der Wallonie eine gute Zukunft und dass sie nicht vom Regen in die Traufe geraten.

    Grüße / HdC

  2. Mammai
    Sunday, 9. January 2011 @ 16:26

    Liebe Leser,
    …. immer wieder solche unsinnigen Planspiele um die Zukunft Flanderns und der Wallonen. Was soll das?
    Die Geschichte lehrte uns, dass Zwangsheiraten nie ein glückliches Ende fanden (s. h. Anschluss der Steiermark an D, Einverleibung Böhmen und Mähren, ect.).
    In einer Staatskrise (wie die Belgiens) hilft doch nur die freie Entscheidung der Bürger in Form einer Volksabstimmung. So konnten sich die Ostgebiete an das Deutsche Reich angliedern. Das war eine sehr vernünftige und zu respektierende Entscheidung, zum Wohle seiner Bürger. Leider hat der 2.Weltkrieg alles wieder kaputt gemacht.
    Was mich beunruhigt, ist die Hinterzimmerpolitik in Paris. Hier zeigt sich wieder einmal chauvinistische Großmachtpolitik. Der französische Machtapparat ist noch nicht wirklich in Europa angekommen (siehe Bildung einer von Frankreich bestimmten Mittelmerrregion-ganz Europa lacht darüber). Frankreich hätte besser daran getan Vallonien wirtschaftlich zu unterstützen, um den Menschen zu helfen und die Differenz Valloniens zum nördlichen Landesteil Belgiens abzubauen.
    Glauben Strategen, die einfach ihre Meinung nach drausen posaunen, so lassen sich ethnische Unterschiede aufheben, einfach so. Das ist wohl zu kurz gedacht.
    Es kommt entscheident darauf an, wer hilft Belgien finanziell mit Krediten aus der anstehenden Finanzkrise. Wie sind die vielfältigen Beziehungen in Wirtschaft und Gesellschaft zu den Nachbarländern? Die DG hat umfangreiche wirtschaftliche Bindungen zu Deutschland. Da wäre es doch besser, gemeinsam zu überlegen, wie durch eine länderübergreifende Lösung, der Staat Belgien erhalten bleibt. Auch bleibt noch der Versailler Vertrag, es war ein Knebelvertrag, der einzig und alleine den Franzosen geholfen hat. Elsaß und Lothringen sind heute noch nicht glücklich.
    Die Wirtschaft Valloniens stärken, das muss unser Ziel sein. Deutschland hat umfangreiche Erfahrungen in den neuen Bundesländern gesammelt, um die Wirtschaft anwachsen zu lassen. Hearings, Plenartagungen in Brüssel und zwischenstaatliche Kooperation sollten genutzt werden, um den betroffenen Vallonen zu helfen. Französiche Großmachtpolitik ist abträglich und führt wieder einmal ins Chaos.
    Dipl.-Ing. Wolfgang Mammai (Unternehmer)

  3. Marc Ernst
    Sunday, 19. August 2012 @ 17:25

    Liebe Leser,

    Mit oder ohne Frankreich oder Deutschland?
    Sind das nicht Entschuldigungsfragen?
    Indem man eine Ressentimentsgrenze immer und immer zieht, die Belgien/Wallonien von den “bösen” Reichen, Franzosen oder Deutschen weitertrennen muss, erlaubt man sich einer Kernfrage auszuweichen: Zu welchem Zweck, nämlich für welches gesellschaftliches Vorhaben, für welches belgisch-wallonisches exportierbares Know-How wollen die Belgier/Wallonen ihre eigene Jugend in der Heimat behalten und ausbilden?
    Keine Antwort für was die Zukunft angeht.

    Marc Ernst

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