Logo-Klau durch HSE [Update]

Die Darmstädter HSE (Heag Südhessische Energie AG) wollte sich ein neues Logo geben. Nachdem sie schon kräftig in ein neues Headquarter-Gebäude investiert hatte, waren die 400.000 € die sie der Kreativagentur Jung von Matt geben wahrscheinlich gar nicht so viel Geld. Nur die geleistete Arbeit (das Resultat seht ihr inklusive Slogan “Das Ganze sehen” oben) entspricht nicht ganz den gebotenen Qualitätsmaßstäben.

Vergleicht man es mit dem 20 Jahre alten Logo der ostdeutschen Henningsdorfer Stahl Engineering GmbH muss man schon arg an der Originalität zweifeln. Plagiarismus kommt eben auch in den besten Familien vor. JvM jedenfalls bot wohl jetzt nach Angaben von hr3 eine Preisreduzierung um 50% an. Das macht das Plagiat aber nicht wirklich ungeschehen, wenn ich das Urheber- und Markenrecht nicht falsch in Erinnerung habe.

Und über den Slogan kann ich ja echt nur lachen. Aber vielleicht kann mir jemand ja erklären wie die Jungs von Jung von Matt auf die Bilderwelt rund um “sehen” kommen, bei einem regionalen Energieversorger. Das alte Logo fand ich übrigens eigentlich recht gut – den Slogan ungefähr tausendmal besser:

(via: otr)

[Update] HSE trennt sich von Jung von Matt
http://www.wuv.de/nachrichten/agenturen/logo_panne_hse_trennt_sich_von_jung_von_matt

One thought on “Logo-Klau durch HSE [Update]”

  1. Der Untertitel “Energie für die Zukunft” wirkt frisch, doppeldeutig und motivierend. Einer der Nachteile bei dem Alten Schriftzug ist die schlechte Skalierbarkeit! Die Neue Wortmarke lässt sich wunderbar auf einem Briefkopf genauso wie an einer Häuserfassade platzieren und erhöht den wiedererkennungsert! Das Alte Logo, kann man schlecht ganz klein auf einen Briefkopf setzen, oder übergroß an eine Hauswand platzieren. Dann müsste man Dinge weglassen/verändern. Das ist auch der Grund, weshalb die Commerzbank das Logo der Dresdner Bank angenommen hat! 🙂

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