Immer Ärger mit diesem Google – heute: Street View

Es ist ja schon ein wenig länger her, als ich das erste Google Street View Auto in Darmstadt gesehen habe. Seitdem scheint einigen Politikern das Thema Datenschutz in den Sinn gekommen zu sein. (Selten genug.) Und während in anderen Ländern Europas schon längst auf die Inhalte von Street View zugegriffen werden kann, diskutiert man hierzulande nun also, wie man Google möglichst in die Schranken weisen kann.

Neuester Clou: Die Stadt Hamburg will eine Lex Google verabschieden, denn “Regeln zum Abfilmen müssen rechtlich bindend sein”, denn diese Daten erleichten schließlich “die Planung derartiger Straftaten ganz erheblich, wenn man sich im Detail das Gebäude ansehen und (…) planen kann wie man vielleicht eine Fassade erklimmen kann.” So zumindest Hamburger Senator Till Steffen.

Und nun wird also auch noch bekannt, dass Google sämtliche WLAN-Netze mitdokumentiert (das ist etwas, was sicherlich früher oder später sowieso über die Vernetzung mobiler Endgeräte gekommen wäre, und dass das Fraunhofer Institut in Deutschland schon längst gemacht hat). Die Daten, die Google StreetView da misst, sind in keinem Fall personenbezogen – es sind Hardware-IDs, MAC-Adressen und SSID-Daten, Payload-Daten werden nicht erfasst.

Daran sieht man wiedermal, wie schwammig sich der gesunde Menschenverstand und Gesetzestexte zueinander verhalten. Ich glaube tatsächlich auch nicht, dass ein MAC-Adressen-Netzwerk jetzt unbedingt eine wünschenswerte Geschichte ist. Allerdings haben die Telkos sowieso schon Bewegungs- und Nutzerprofile von uns, von denen Google nur träumen kann. Allein schon deshalb wollen sie ja auch zum Telekommunikationsunternehmen werden.

(via: GoogleWatchBlog)