9. November zu Nationalfeiertag

Haute ist wiedermal der 9. November und ich werde wieder einmal zum Gedenkmarsch zur Reichspogromnacht vom Langener Bahnhof zur ehemaligen Synagoge laufen. Und ich werde nicht müde zu fordern, dass der 9. November der Nationalfeiertag der Bundesrepublik sein sollte. Kein anderes Datum hat Deutschland so geprägt und verändert. Ob nun 1848, 1918, 1923, 1938, 1939, 1989 – der 9. November ist der geschichtsträchtigste Tag der Bundesrepublik.

Und viel besser als der 3. Oktober der unrühmlichen Annexion von fünf “neuen” Bundesländern.

Also gilt immernoch: Ceterum censeo …

8 thoughts on “9. November zu Nationalfeiertag”

  1. der deutsche Schicksalstag…1799 beendet General Napoleon Bonaparte mit einem Staatsstreich die erste französische Republik und ordnet daraufhin die europäische Karte neu. Otto Hahn bekommt den (Physik-) Nobelpreis für eine Entdeckung, deren Wirken die Welt bis zum 9.11.89 über 40 Jahre zweiteilt. Au, und das Element 110, Darmstadtium, wird entdeckt. Was das anrichtet, sieht man am Karolinenplatz in DA. Aber im Ernst: Ich unterstütze die Forderung, lass uns ne FB-Gruppe gründen, mal schaun, ob wir da allein sind…

  2. Problem aber: zu vielschichtig und -seitig um ihn zu einem Feiertag zu machen. Oder wie wäre es denn: still oder laut? wie allerheiligen oder der 1. mai?

  3. stimmt, ich erinnere mit noch wie ich am 3. oktober dieses jahr jubilierend durch die straßen gezogen bin … achne, doch nicht

  4. das liegt aber mehr an deiner schon uneindeutigen Haltung zu nur einem Anlass. Wie wäre es denn dann mit -laut deiner Aufzählung – sechs verschiedener Anlässe. und was würden erst die discounter machen? progrom-eier und vormärz-lebkuchen?

  5. sowas nennt man dann mutiple identitäten – haben sich die ganzen politics of identity kurse in finnland doch noch gelohnt

Comments are closed.