War was? oder Volkswagen ist Deutscher Meister (Update)

Achja, am Wochenende ist Volkswagen Deutscher Fußball Meister 2008/09 geworden. Zumindest gratulierte des VW Chef noch im Stadion mehrfach dem Volkswagen-Konzern. Ich bin mir gar nicht so sicher, ob das Freud’sche Versprecher waren, oder ob er das auch so gemeint hat. Möglich wäre beides.

Es bleibt dabei: mir ist es fast lieber, dass die blöden Bayern jedes Jahr Meister werden als dass Vereine, die von Firmen oder Mäzenen Abermillionen geschenkt bekommen (Hoffenheim + Wolfsburg), und somit den Wettbewerb zu einer Farce machen.

Wie man eine Vereinsmannschaft “regelkonform” pimpen kann zeigt das Beispiel Bayer Leverkusen – die wohl auch deshalb als Vizekusen bekannt geworden sind, weil sie eben immer nur soviel Förderung vom Konzern Bayer bekommen haben, dass der Wettbewerb nicht verzerrt wurde.

Update: Ein schöner Beitrag dazu ist auch im Blog-G, dem Eintracht-Blog der Frankfurter Rundschau, erschienen.

Zum Geburtstag viel Glück!

Normalerweise sagt man ja “Bleib wie du bist!” oder ähnliches. Das muss man sich wohl in diesem Fall verkneifen. Leider bin ich da wohl nicht Teil einer Mehrheit:

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Die Grafik stammt aus einem Zeit Artikel von vorletzter Woche.
Heute wird also der 60te Geburtstag der Bundesrepublik Deutschland damit begangen, dass ein neuer Bundespräsident von der Bundesversammlung gewählt wird. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es ein Vertreter des kapitalistischen Systems sein, das für die größte Systemkrise seit Bestehen der Bundesrepublik verantwortlich ist und in der wir uns noch auf unbestimmte Zeit befinden werden.

Wie anders Symbolpolitik aussehen könnte zeigt die immer wiederkehrende Diskussion um den 9. November als Nationalgedenktag oder aber die etwas in den Hintergrund gerückte Debatte um die Nationalhymne, die ich für untragbar halte und zu der es tolle Vorschläge gibt und gab, z.B. die Kinderhymne von Bert Brecht.

Anmut sparet nicht noch Mühe
Leidenschaft nicht noch Verstand
Daß ein gutes Deutschland blühe
Wie ein andres gutes Land.

Auch die Süddeutsche greift die Debatte anlässlich des Geburtstages auf und schlägt eine Kombination aus Deutschlandlied und DDR-Hymne vor.

Es gibt also noch spannende und gute Ideen auch wenn man über 60 ist, sollte ein “Das haben wir schon immer so gemacht” nicht reichen, um Bürger zu überzeugen.

17 Jahre

Heute vor 17 Jahren wurde ich betrogen. Ich wurde genauso betrogen wie mein Vater und viele meiner Freunde. Betrogen wurden wir um die wahrscheinlich letzte Chance in diesem Leben noch einmal eine Meisterschaft von Eintracht Frankfurt erleben zu können. Nun war ich damals gerade 12 Jahre alt, aber mir war das schon bald ziemlich bewusst.

Betrogen wurden wir von vom Schiedsrichter Alfons Berg aus Konz, der nach dem Spiel heulend von Spielern der Eintracht getröstet werden musste. Er hatte der Eintracht die Meisterschaft gestohlen mit einer krassen Fehlentscheidung im Rostocker Stadion.

Heute haben werden wir den Nicht-Abstieg vermutlich klar machen, auch wenn wir verlieren. Und irgendwie ist die ganze Situation, in der sich die Eintracht derzeit befindet, ziemlich trost- und perspektivlos. Mal schauen, wie das Spiel gegen Bochum heute wird.