Alle gegen Studiengebühren

Das ist ja mal was. Alle Parteien treten zu dieser Landtagswahl in Hessen an mit dem Bekenntnis, die abgeschafften Studiengebühren nicht wieder einführen zu wollen. Das ist natürlich nicht der Erkenntnis geschuldet, dass dies zu einer ungerechten Bildungsverteilung in der Gesellschaft beiträgt (auch wenn manch einer bei den Jung Liberalen das so formulieren mag). Vielmehr hat die Wahlanalyse vor einem Jahr ergeben, dass Koch und Hahn hauptsächlich wegen der desolaten Bildungspolitik verloren.

Zu einem neuen Bildungskonzept gehört natürlich auch eine Hochschulpolitik dazu, die ja keinen potentiellen Wähler abschrecken kann. Bei Spiegel Online heißt es:

Weniger verblümt als jetzt die FDP sagte bereits im Sommer Ministerpräsident Koch, dass er Studiengebühren zumindest derzeit nicht für ein mehrheitsfähiges Politikkonzept hält: “Es nervt die Menschen, wenn man ihnen immer wieder mit demselben Thema kommt.” (…) Die Formulierung im CDU-Wahlprogramm ist eindeutig: “Wir respektieren die Entscheidung des hessischen Landtags und halten an der Abschaffung der Studienbeiträge fest. Die dadurch wegfallenden Mittel werden in voller Höhe aus dem Landeshaushalt bereitgestellt.”

Ich hoffe mal, dass ich nach der Wahl nicht kommentieren muss, ob das auch wirklich stimmt, was CDU und FDP zusammen vor der Wahl so alles vorhatten.