DFB-Präsident Zwanziger zeigt sein wahres Ich
Veröffentlicht am | Monday, 17. November 2008 | Eine Antwort
Die Sportpolitik ist nicht gerade als Hort des lauteren und respektvollen Umgangs bekannt. Doch was der DFB und dessen Präsident Theo Zwanziger gerade umtreibt schlägt wohl jedem Fass den Boden aus.
Der freie Journalist Jens Weinreich schrieb im Juli im Blog Direkter Freistoß einen Kommentar, in dem er Theo Zwanziger und seine Aussagen zum Bundeskartellamt kritisiert und seine Argumentation ihn als “unglaublichen Demagogen” entlarve. Als Zwanziger diese Aussage Monate später bemerkt, fühlt er sich doch ehr sehr stark ertappt. Vor Berliner Gerichten scheitert er zweimal damit ,den Journalisten auf Unterlassung zu verklagen. Doch er will nochmal vor Gericht ziehen – diesmal in Koblenz, vermutlich weil dort selbst als Jurist angestellt war.
Irgendwer hat ihn wohl von diesem peinlichen Unterfangen abbringen können. Doch ganz abfinden kann er sich damit nicht. Er dreht den Spieß um und versucht es mit Rufschädigung gegenüber dem Journalisten. Gestern ging wohl eine Email an über hundert Bundestagsabgeordnete, Sportpolitiker und -funktionäre in der (Zitat FR)
“missbilligt” das DFB-Präsidium eine angeblich von Weinreich initiierte Kampagne gegen Zwanziger “auf das Schärfste” und tut so, als habe der Sportjournalist aus Wandlitz klein beigegeben. Im Zuge der ihm eingeräumten Frist “auf Widerruf seiner diffamierenden Beleidigung” habe Weinreich die von Zwanziger gestellten Bedingungen erfüllt, “damit die vorbereitete Klage nicht eingereicht wird”.
Damit ist amtlich, dass der DFB Rabulisten beschäftigt – Wortverdreher. Weinreich hat gar nichts erfüllt, am allerwenigsten Bedingungen. Zwei Gerichte bestätigten ihm, dass er nichts zu widerrufen hat – Urteile, die der DFB in seiner aktuellen Mitteilung vergaß zu erwähnen.
In seinem Blog beschreibt Weinreich den unglaublichen gerichtlichen Vorgang minutiös.
22. Oktober
6. November
12. November
14. November
15. November
Und hier der Bericht für den Deutschlandfunk von Jürgen Roth:
Und der Kommentar der Frankfurter Rundschau beweist, dass das Thema auch in den alten Medien angekommen ist.
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