Crytek findet einen Schuldigen
Veröffentlicht am | Thursday, 17. April 2008 | Keine Antwort
Nicht etwa die Tatsache, dass überhaupt nur ein Bruchteil der Computerspieler den Ego-Shooter Crysis spielen können, weil ihr Computersystem die hohen Systemvorraussetzungen nicht schafft, nein, jemand anderes ist nach Meinung der Frankfurter Produktionsfirma Crytek an den schlechten Verkaufszahlen (140.000 in Deutschland, ca. 1 Millionen weltweit) schuld. Klar: Die Raubkopierer sind unterwegs.
Anno 1603 hat sich vor Jahren schon eine halbe Millionen mal in Deutschland verkauft – gut da gab es auch schon Raubkopierer – da hinkt man doch gewaltig hinterher und muss den Investoren eine leicht verdauliche Geschichte auftischen, warum man mit einem Spiel, das 16 Millionen Euro gekostet hat, nur 45-50 Millionen Umsatz macht. Das man das auf eigene Fehlentscheidungen – evtl. die, ein Spiel für Computer programmiert zu haben, die der Normal-User sich erst in 3 Jahren leistet – kommt natürlich gar nicht in die Tüte. Hybris!
Nach Informationen von WELT ONLINE hadern Electronic Arts und Crytek mit dem schlechten Kopierschutz von Crysis und einer undichten Stelle im Vertrieb. Folge: Crysis hatte sich bereits eine Woche vor dem Verkaufsstart rasend schnell über das Internet verbreitet. „Wir erwägen, künftig Produkte auf den Konsolen raus zu bringen, da hier die Raubkopien wesentlich geringer sind und der wirtschaftliche Erfolg größer als bei PC-Spielen ist“, sagte ein Sprecher WELT ONLINE. Möglicherweise werde man Crysis noch nachträglich für Spielekonsolen veröffentlichen. Derzeit arbeitet das Frankfurter Studio an mindestens zwei weiteren Projekten. Die sind zwar noch geheim. Fest steht aber: Die PC-Versionen sollen einen besseren Kopierschutz erhalten.
(via: welt.de)
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