Karlsruhe dreht am Rad
Veröffentlicht am | Friday, 14. March 2008 | Keine Antwort
Geht das mir so, oder ist es ein wenig komisch, dass hier vorsorglich schonmal die Chaostage ausgerufen werden. Schon in den letzten Tagen wurden Informationen verlautbart, dass Fans von Eintracht Frankfurt beim Auswärtsspiel in Karlsruhe folgende Gegenstände nicht mit sich führen dürfen: “Spruchbänder, Konfetti, Klopapier, Luftballons, Klebeband, Wunderkerzen, Krepprollen, Bierkrawatten, Stock-Regenschirme, Plastikflaschen sowie Wurfgeschosse, wie z. B. Obst, Schokoriegel, Feuerzeuge, Treibgasspray, Labello, Deo etc.” auch Taschen sind verboten.
Nun das:
Auf ka-news.de heißt es:
500 Polizisten und 400 Ordner werden nach Polizeiangaben im Einsatz sein, um Szenen wie in Stuttgart zu verhindern. Zuletzt wurden beim Hinspiel in der Frankfurter Commerzbank-Arena im KSC-Fanblock Rauchbomben und Bengalische Feuer gezündet. Nun wird befürchtet, dass Frankfurter Fans im Wildparkstadion Feuerwerkskörper abfeuern könnten, um sich so zu revanchieren und dem KSC zu schaden. Dem droht wegen der Ausschreitungen von Stuttgart im Wiederholungsfall eine Platzsperre oder ein Spiel vor leeren Rängen. Diese Drohung gilt auch, wenn Randale im Gästeblock stattfinden sollten. Das habe der DFB gegenüber den Karlsruhern unmissverständlich klar gemacht, sagte KSC-Manager Rolf Dohmen.
In der Vergangenheit sind da vom KSC auch gerne mal Zelte aufgestellt worden, in denen sich die gegnerischen Fans entkleiden durften. Selbst die Karlsruher Fans riefen den Vorstand des Vereins und die Karlsruher Polizei im Anschluss auf, “dass umgehend auf die unsägliche und höchst peinliche Verwendung von Zelten für die Kontrollen unserer Gäste verzichtet wird. Das Entkleiden zumeist jugendlicher Gäste durch Beamte in diesen Zelten ist für den gastfreundlichen und liberalen Ruf unserer Stadt und Region ein nicht hinzunehmender Affront!”
Dass diese menschenunwürdige Behandlung von Fußballfans – also keine Schwerverbrecher – als Provokation gedeutet werden könnte, und somit gewalttätige Auseinandersetzungen erst möglich macht, das wird in die Polizistenhirne wohl nicht so schnell reinwollen. Leider.
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