Verwackelt im Kleefeld (2?)
Veröffentlicht am | Thursday, 7. February 2008 | 3 Antworten
Am Dienstag habe auch ich es endlich geschafft mir den Katastrophen/Godzilla-Film des großartigen J.J.Abrams Cloverfield anzuschauen. Ich hab hier ja schon drei mal Werbung für den Film gemacht, allein die gute (virale) Marketing-Kampagne hat es schon verdient, sich den Film mal anzuschauen. Wie man aus den Trailer schon erkennen konnte, ist der Film konsquent mit Handheld-Kamera – im Blair Witch Project-Stil – umgesetzt und setzt dabei auf die ganz subjektiven Eindrücke einer Katastrophe in New York, deren Bilder doch manchmal ganz schön arge Assoziationen bei mir verursachten.
Im Prinzip ist der Film eine konsequente Weiterentwicklung des Sujets des oft unterschätzten Krieg der Welten-Remakes mit Tom Cruise von 2005. Die Geschichte einer Katastrophe aus dem Blickwinkel eine Person. Und der technische Fortschritt macht eben heute ein Szenario wahrscheinlich, dass Menschen direkt am Ort der Katastrophe mit Videokameras oder eben auch Handys filmen, was passiert. Diese Geschichte erzählt Matt Reeves, der Regisseur, und mir macht das Gewackel dann immer nach 20 Minuten Bauchschmerzen, obwohl der Film toll war. Authetisch. Real. Und übrigens auch fatal.
Für mich überraschenderweise gab es dann – also eigentlich sogar noch vor Bundesstart – die Ankündigung eines zweiten Cloverfield Teils. Dieses Cloverfield 2 kann natürlich so einiges kaputt machen (siehe Matrix), aber im IMDB-Forum schwirren schon wieder so einige tolle Gedanken herum, z.B. könnte man die Katastrophe aus der Sicht eines Zivilisten, eines Wissenschaftlers und eines Militärs zeigen. Das würde wohl die Authentizität zerstören, wenn man beim Handheld-Konzept bliebe. Ich lass mich überraschen, der Film soll ja dann schon nächstes Jahr in die Kinos kommen.
EDIT: Eine Super-Rezension gibt es bei endoflevelboss, der auch auf Singer/Songwriter Conor Oberst von der Band Bright Eyes eingeht, der im Abspann auftaucht, obwohl den Film über ja fast gar keine, und von Oberst erst recht keine Musik zu hören ist. Schade eigentlich. Hätte gepasst.
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Friday, 8. February 2008 @ 11:25
Vielen Dank für die Verlinkung. Mir wiederum ist vorher überhaupt nicht aufgefallen, das Oberst im Abspann genannt wird. Fand nur den Song so unglaublich passend. Zufälle gibt’s
Friday, 8. February 2008 @ 11:37
Ja, im Abspann werden etwa 15-20 Songs genannt – keinen hab ich gehört. Und es taucht auch keiner in der IMDB auf. Schon komisch.
Friday, 8. February 2008 @ 12:33
Zumindest am Anfang, auf der Party, hab ich zwei Songs von den Kings of Leon erkannt. Und ein bisschen was neueres. Aber 15-20 Songs kommen da im Leben nicht zusammen.
Ist ja wirklich fast schon so wie bei Blair Witch: da gab es auch keinen Schnipsel Musik zu hören, aber trotzdem einen Soundtrack zu kaufen. Die Begründung war dann, das wäre das Tape gewesen, das später in dem Auto der Gruppe gefunden wurde.
Hilfe.