Regierung stürzen – Klassenkampf statt Wahlkampf

Hier in Hessen ist man ja bekanntlich links auch immer ein wenig linker als anderswo. Vielleicht erklärt sich so ein wenig der radikale Ansatz der hessischen Antifas, die nun zur Aktion “Statt wählen gehen: Regierung Stürzen!” aufruft.

Dabei soll gar nicht zum Wahlboykott aufgerufen werden, sondern vielmehr eine – ich vermute jetzt mal – brutalst mögliche Opposition gegen die unaufhörlichen Impertinenzen der hessischen CDU-Regierung aufgezeigt werden. Und vor allem suchen die Antifas den zusammenschluss mit der studentischen Protestbewegung aus den vergangenen Monaten.

Auch wenn die grundsätzliche Kritik der Antifas antikapitalistisch bleibt

Wahlen suggerieren eine Einflussmöglichkeit, die gar nicht existiert – sie sind Mobilisierung zur Passivität. Da man über die Verwaltung der kapitalistischen Produktionsmittel nicht abstimmen darf, soll man sich darum kümmern, welches Gesicht in Zukunft öfter im Fernsehen ist. Eine grundsätzliche Verbesserung der Gesellschaft kann dagegen nicht gewählt, sondern nur erkämpft werden

soll auch das Bewusstsein über die jetztige Position des Bürgers im Spiel der Kapitalisten geschärft werden:

Für eine emanzipatorische Perspektive ist die Wahl schlichtweg egal, die Einrichtung der Bäckerei steht hier schließlich nicht zur Wahl. Wer über die Verteilung des Kuchens mitentscheiden will, der kann ruhig mal wählen gehen – Er/Sie sollte nur nicht vergessen, dass diese Bäckerei beständig Scheiße produziert