Futurama 4 mal 4

Auf ein Neues: Futurama kehrt zurück. Matt Groening und Co. finanzieren sich jetzt 4 Futurama-Filme in Spielfilmlänge und wollten diese als 16 Folgen auch an US-Fernsehsender vermarkten. Gleichzeitig erscheinen die Filme auch auf DVD. Cooles Konzept, da sich anscheinend kein Sender bereit erklärte die geniale Serie um Fry und Leela und Dr. Farnsworth weiterzubetreiben, FOX schonmal gar nicht. Vorteil für uns Konsumenten: Die Macher mussten keine Rücksicht mehr auf den Ton der Sendung nehmen. Ich bin gespannt.

Das ganze lässt sich bei Quotenmeter nochmal ausführlich nachlesen.

Rantanplan Konzert in Darmstadt

Ich war gestern auf dem Rantanplan-Konzert in der Oetinger Villa. Rantanplan ist die beste deutsch-sprachige Skapunk-Band und hat leider die aller besten Zeiten mit dem Austritt einiger Bandmitglieder zu (noch besseren, gar nicht mehr skapunkigen) Band Kettcar hinter sich gelassen. War dennoch prima. Und obwohl es eine ganze Menge saugeile Songs von Rantanplan gibt (und sie eine noch viel geilere Version von Karl Dalls “Heute schütte ich mich zu” spielten) möchte ich anlässlich der aktuellen Stimmungslage im Land das Lied Monsterschiss aus dem Jahre 1998 zitieren:

Sieh doch nur die Leute gehen aufeinander vorbei.
öde ist es – Polymetrie bis zum Einheitsbrei…
Während der Staat alles überwacht wird den Leuten Angst gemacht;
bis auf die letzte Ecke von Bewegungsmelder
2000 Watt starker Strahler mit digitalem Signal zum Security-Geschwader
Kontrolliert wird eure Angst die nur wächst: So nie eliminiert wird.

Friede, Freude, Fegefeuer
und eure Angst kommt teuer.
alles wie bisher. nichts geht mehr.

Von allem fremd sichert man die Alltäglichen Routinen ab.
schließt alles hinter sich zu. gar zweimal ab-up,up,up give it up-Headshot.
Schizz hat das Durchschnittsbürgerpack.
Sie fristen und schufften auf Etagen nach dem optimalsten Bodenertrag.
Doch für wen und wer das alles kontrolliert,wird höchstens mehrwertorientiert hinterfragt…..

Regierung stürzen – Klassenkampf statt Wahlkampf

Hier in Hessen ist man ja bekanntlich links auch immer ein wenig linker als anderswo. Vielleicht erklärt sich so ein wenig der radikale Ansatz der hessischen Antifas, die nun zur Aktion “Statt wählen gehen: Regierung Stürzen!” aufruft.

Dabei soll gar nicht zum Wahlboykott aufgerufen werden, sondern vielmehr eine – ich vermute jetzt mal – brutalst mögliche Opposition gegen die unaufhörlichen Impertinenzen der hessischen CDU-Regierung aufgezeigt werden. Und vor allem suchen die Antifas den zusammenschluss mit der studentischen Protestbewegung aus den vergangenen Monaten.

Auch wenn die grundsätzliche Kritik der Antifas antikapitalistisch bleibt

Wahlen suggerieren eine Einflussmöglichkeit, die gar nicht existiert – sie sind Mobilisierung zur Passivität. Da man über die Verwaltung der kapitalistischen Produktionsmittel nicht abstimmen darf, soll man sich darum kümmern, welches Gesicht in Zukunft öfter im Fernsehen ist. Eine grundsätzliche Verbesserung der Gesellschaft kann dagegen nicht gewählt, sondern nur erkämpft werden

soll auch das Bewusstsein über die jetztige Position des Bürgers im Spiel der Kapitalisten geschärft werden:

Für eine emanzipatorische Perspektive ist die Wahl schlichtweg egal, die Einrichtung der Bäckerei steht hier schließlich nicht zur Wahl. Wer über die Verteilung des Kuchens mitentscheiden will, der kann ruhig mal wählen gehen – Er/Sie sollte nur nicht vergessen, dass diese Bäckerei beständig Scheiße produziert