Allein unter Psychopathen …

… war gestern Joachim Bublath bei Maischberger. Wer den Hermann’schan Abgang gesehen hat, muss ganz klar sagen, das war gestern das TV-Drama des Monats. Das Experiment ernsthaft über UFOs und Engel zu diskutieren war wohl von vorneherein zum Scheitern verurteilt und die arme schwangere Maischberger hat sich dann zusätzlich mit eine absolut unausgewogenen Gastauswahl selbst verschuldet in diese Tragödie geführt, die mit dem vorzeitigen Abgang von Joachim Bublath einfach kein Ende mehr nehmen wollte. (O-Ton Bublath: “Das ist auch keine Unterhaltungssendung mehr, das ist ein Kuriositätenkabinett.“)

Wunschliste.de schreibt

Die Show wirkte wie ein von Christoph Schlingensief inszeniertes Theaterstück

Was vom Abend bleibt: Der Physiker Walter von Lucadou hat zwar einen enormen Geltungs- und Mitteilungsdrang, hatte sich aber für diesen Abend nur 3 Argumente rausgekramt, die durch Wiederholung auch nicht wahrer wurden. Maischberger hätte konsequenterweise nach dem Abgang Bublaths die Sendung abbrechen müssen, oder aber Nina Hagen aus der Sendung entfernen – letzteres hätte schon viel früher am besten vor Sendungsbeginn passieren sollen.

Und schlussendlich kann Nina Hagen froh sein bekannt zu sein und keine Gefahr für die Öffentlichkeit. So wie sie sich gestern aufgeführt hat, beleidigend mit jeder Silbe, irrational, hysterisch, paranoisch, Alien-gläubig bis ins Mark, mit Todesängsten vor den Machenschaften und Helfern des Teufels – also jetzt wörtlich – wäre die Chance auf eine Einweisung in eine Geschlossene Anstalt nicht unwahrscheinlich.

Leider ist die Sendung nicht in der Mediathek, ok, ist ja auch ARD. Die Wiederholung: Samstag, 3. November, 23.30 Uhr (3sat)

UPDATE: Es gibt nun auch erste Videos auf Youtube.
Noch relativ am Anfang
Leider noch nicht das Ende

Ein Jahr kein Biblis

Seit 365 Tagen ist Biblis A und B vom Netz, weil damals entdeckt wurde, dass im Jahr 2001 ungefähr 15.000 Dübel (in Worten fünfzehntausend) falsch eingesetzt wurden. Diese 15.000 Dübel würden im Zweifel dazu führen, dass bei einem atomaren Störfall die Sicherheitssysteme versagen könnten. Das ganze blieb 5 Jahre unbemerkt und die Reparatur dauert nun also schon 1 Jahr.

Nur, warum dauert es so lange Dübel auszuwechseln. Man sollte meinen mit genügend Manpower ginge das viel schneller. Tatsächlich ist das auch gar nicht so unwahrscheinlich, aber die Zeit ist auf Seiten von RWE, dem Betreiber von Biblis. Im Atomausstiegsvertrag sind nicht etwa – wie oft fälschlich berichtet – Restlaufzeiten festgeschrieben, sondern erzeugte Strommengen. Je länger das Atomkraftwerk still steht, desto länger kann es Strom produzieren. Und nicht nur, dass die Strompreise steigen, nein, auch die nächsten Bundestagswahlen werden kommen.