Wenn Spielfilme aussehen wie Ego-Shooter

Gerade habe ich den neuen Film des Lost-Erfinders und Produzenten J.J. Abrams gesehen. Der Film heißt Cloverfield und startet im Januar 2008 in amerikanischen Kinos. In der IMBD steht noch fast nichts. Aber noch einer aus dem Lost/Alias-Team arbeitet wohl an dem Projekt, Drew Goddard als Schreiber. Und was soll ich sagen … ein Blogger aus den USA schreibt

This was seriously the craziest and coolest trailer I have EVER seen!

und – verdammt – er hat recht.

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Bitte schaut euch den Trailer auch nochmal in groß und scharf an.

Was mir jetzt eigentlich an dem Trailer aufgefallen ist, neben dem Umstand, dass das ziemlich geil aussieht, ist, dass das doch sehr der Stimmung von modernen Ego-Shootern á la Half-Life 2 erinnert. Und dabei meine ich jetzt nicht nur die Ich-Perspektive (obwohl die zugegeben viel dazu beiträgt). Auch die Geräuschkulisse orientiert sich definitiv an interaktiven Vorbildern. Bin mal gespannt ob es zu dem Film auch ein Spiel gibt. Will nicht ausschließen, dass mich interessieren könnte.

(via: www.firstshowing.net)

Da steht ein Kasten vor der Tür

Bei uns in der Straße wird ja schon seit einigen Monaten gebaut. Da hab ich mich nicht gewundert, dass es ein Presslufthammer war, der mich am Samstag Morgen weckte. Aber als ich mich dann letztendlich vor meine Tür kullern wollte, musste ich feststellen, dass mir da etwas im Weg lag … ähm … stand.

Normalerweise öffne ich die Tür und ich sehe schon die Kinder von gegenüber, die meistens damit beschäftigt sind mein Fahrrad zu beschädigen oder zumindest sich selbst gegenseitig. Doch dann dies hier …

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Nicht im Bild: Spielende Kinder von gegenüber

Mal sehen wie lange ich dem “Bekleben Verboten” widerstehen kann. 😉 Nun gut. Eigentlich sollte dies ein Fotoblogging werden. Deshalb noch kurz meine Pflicht erfüllt:

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Eintracht No-Go-Zone für Nazis

Ich würde gerne auf einen Artikel der Anti-Nazi-Koordination der morgigen Anti-Nazi-Demo hinweisen. Die Fans von Eintracht Frankfurt galten ja lange Jahre und nicht zu Unrecht als rechts. Doch vor einigen Jahren änderte sich das und man sah Dutzende Che Guevara-Fahnen anstelle der Reichskriegsflaggen, die früher da gewesen sind. Dennoch gilt bundesweit der Ruf der rechten Eintracht-Fans als sicher. Ich habe mir diesen Vorwurf erst letztes Wochenende ausgerechnet in Nürnberg anhören müssen.

Jetzt habe ich einen Grund mehr meine Eintracht zu verteidigen. Die Nazis, die morgen in Frankfurt marschieren werden, wenn wir sie nicht aufhalten, beschweren sich bitterlich über die “unsolidarische Haltung” der Fans des ansässigen Fußballvereins. In einem einschlägigen Forum schreibt einer:

# fussballer : July 4th, 2007 at 22:03
zum Kotzen sind ja echt die Eintracht-Fans, die sind ja völlig mit den Zecken vereint. Denen wüsche ich den Abstieg in die Ostliga, da hätten sie echte Probleme, was sind das für fans!???
[…]
# tnt88 : July 4th, 2007 at 22:25
@fussballer
Genau. auch ein Grund nach Rostock zu kommen…^^

(Zur Erinnerung: In Rostock verloren wir einst die Meisterschaft.)

Frankfurt größte Fangruppierung “Ultras Frankfurt 97”, die heute ihr 10-jähriges Bestehen feiert, ruft zum Widerstand gegen die Nazis auf. Die Ultras der Darmstädter Lilien übrigens auch.

Kein Fußbreit den Faschisten!

EDIT: Aktuelle Nachrichten über die Situation in Frankfurt findet man unter http://nogonazi.wordpress.com/

Der Kreationismus der Karin Wolff (2)

Sie hat es wieder getan. Die Kultusministerin Hessens Karin Wolff glaubt an den lieben Gott. Soviel steht wohl fest. Sie glaubt wohl auch, dass das Universum und die Erde in sieben Tagen entstanden. Mir bleiben ja bei sowas immer fast die Worte weg, aber Frau Wolff hat allen Ernstes in einem FAZ-Interview vorgeschlagen im Biologie-Unterricht (!) auch theologische Fragen zu erörtern.

Mal ganz abgesehen davon, dass ich der Meinung bin, dass Geisteskranke nicht unbedingt Ministerämter bekleiden müssen, sollte doch zumindest unser Bildungsminister Corts und der sonst so auf Technologieträger bedachte Roland Koch (es gibt ein Foto von uns beiden auf der 100-Jahr-Feier des Georg-Speyer-Hauses – muss ich mal posten) öffentlich auf den Standortnachteil hinweisen, wenn dies tatsächlich durchgesetzt würde. Fundamentalisten in der Regierung zu haben ist echt nicht nett.

Was aber sei wichtiger als die Frage nach dem Sinn des Lebens, nach dem Ursprung des Seins? “Solche Fragen müssen in der Schule nicht nur zugelassen, sondern provoziert werden”, sagt Frau Wolff. Deshalb sollten nicht nur Biologielehrer, sondern alle Pädagogen in ihrem Unterricht über die Deutungen der Welt und des Menschwerdens reflektieren, und hier kämen Wissenschaft und Religion unweigerlich zusammen. “Die Wissenschaft allein gibt auf solche Fragen nämlich keine befriedigende Antwort.”

In Mathematik, so munkelt man, wird demnächst auch Zahlenmystik behandelt. Und das fliegende Spaghettimonster im Hauswirtschaftsunterricht. (Mist, den gibt’s nicht mehr.)