Born for styling you!

“We are born for styling you!” steht da in etwas holprigen Englisch über den drei hübschen Mädchen vom Frisör um die Ecke. Die Preise von Elena, Lena und Jelena gelten allerdings nur an den Aktionstagen Dienstag + Mittwoch ganztags und Samstag ab 12 Uhr (gültig bis auf Widerruf).

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Kino 2.0

Ich hab ja den Wahnsinnstrailer vor ein paar Tagen schon gebloggt. Jetzt schreibt sogar der Spiegel über den Film, der aktuell unter dem vermeintlichen Fake-Namen “Cloverfield” firmiert. Der Lost-Produzenten J.J.Abrams zieht aktuell alle Register des viralen Marketing.

Nur so viel weiß die Branchen-Webseite IMDB.com: “Es dreht sich um eine Monster-Attacke auf New York aus der Sicht einer Handvoll Menschen.”
Die Geheimnistuerei hat zu einer entfesselten Schnitzeljagd im Internet geführt, der die Fachzeitschrift “Advertising Age” bereits zu der pikierten Bemerkung veranlasste: “Wir, das Filmpublikum, sind nun aufgefordert, Informationen über den Inhalt eines Films zu finden? Ist dafür nicht die Marketingabteilung zuständig?”

Haha! Die haben was nicht verstanden …

Als sorgsam dosierter Klatsch wurde “Cloverfield” prompt zum Selbstläufer. Amerikanischen Fernsehstationen, die von dem Phänomen berichten wollten, wurde eine Kopie des Trailers verweigert, Handy-Video-Mitschnitte auf YouTube wurden auf Verlangen von Paramount gesperrt, dann aber über die Apple-Website veröffentlicht. Findige Detektive hatten da bereits das Startdatum 1-18-08 gegoogelt, und siehe da: So gelangt man zu einer Webseite, die zunächst eines, dann zwei, dann drei Standbilder mit Timecode aus dem “Cloverfield”-Trailer zeigt. Die Fotos lassen sich per Mausklick drehen und wenden und auf geheimnisvolle Hinweise untersuchen. Die Fotos lassen sich per Mausklick drehen und wenden und auf geheimnisvolle Hinweise untersuchen – zum Beispiel die Zahlenkombination, die die Worte “We”ll Miss You” auf dem einen Foto bilden, wenn man sie auf den Kopf dreht. Oder die seltsame Teufelsgestalt im Haar der beiden Frauen auf einem anderen.

cloverfieldJ.J.Abrams meldete sich bisweilen kurz zu Wort und vermeldete geheimnisvoll, es gäbe noch weitere Webseiten, die sich auf den Film beziehen – und die Schnitzeljagd war eröffnet. Inzwischen hat men die Webseite slusho.jp als solche identifiziert, hier wird ein Getränk beworben, das einst in Abrams’ Fernseh-Serie “Alias” und nun auf einem T-Shirt im “Cloverfield”-Trailer auftauchte.

Das Ganze – also diese virale Marketing-Kampagne – erinnert doch stark an das Alternate Reality Game (ARG) The Lost Experience (zwischen der Staffeln 1 und 2 der Serie Lost), das damals weltweit für Aufmerksamkeit sorgte. Ist das Kino 2.0?

20 Millionen für Nazi-Demo

Eine informative Nachlese zur Nazi-Demo in Frankfurt am 7. Juli findet hier auf den Seiten der Neuen Rheinischen Zeitung. Ganze 20 Millionen Euro hat der Aufmarsch von 550 Nazis aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland gekostet. Freundlich unterstützt von der Polizei durften sie über Stunden durch die Stadt spazieren und verfassungsfeindliche Lieder gröhlen und gegen so allerlei Demonstrationsauflagen verstoßen, die noch Wochen zuvor bei Antifa-Demos zu Festnahmen geführt hatten. Diese und andere Unfassbarkeiten also im Artikel der NRhZ.

Koch-Desaster bei Landtagswahl?

Nun ist es passiert. Seit gefühlten 10 Jahren (verdammt es sind fast zahn Jahre) sagt die erste politische Umfrage in Hessen keine Mehrheit für Schwarz-Gelb voraus. Die Umfrage von Forsa vor einem Monat – wir erinnern uns, da kommt die SPD traditionell sehr schlecht weg – sagte ja schon eine knappe Entscheidung voraus. Die jetzige Umfrage von Infratest-dimap für die Zeitschrift Cicero ergibt folgendes Bild:

  • CDU 40 %
  • SPD 33 %
  • GRÜNE 11 %
  • FDP 7 %
  • Die Linke 5 %
  • Sonstige 4 %

Das sind ganze 6 Punkte mehr für die SPD im Vergleich zur Forsa-Umfrage. Und Die Linke ist zum zweiten Mal in Folge in einer Umfrage im Landtag, was zu einer rechnerischen Mehrheit für Rot-Rot-Grün reichen würde. Sollte sie den Sprung über die 5%-Hürde nicht schaffen, dann würde es jedoch wieder für Schwarz-Gelb reichen. Dennoch ein solches Ergebnis wäre ein Desaster für Koch.

Kicker Managerspiel 2007/08

Jedes Jahr das gleiche. Am Erscheinungsdatum des Kicker Sonderheftes zur neuen Bundesligasaison rennt man zum Zeitschriften laden und kauft kein Kicker Sonderheft. Das liegt meistens daran, dass es schon ausverkauft ist, dass es noch gar nicht erschienen ist oder dass es Probleme beim Druck gab. Letzteres ist dieses Jahr geschehen.

Gut, einen Tag später war es dann bei einem beliebigen Zeitschriftenhändler. Man staunt kurze Zeit später, dass man tatsächlich 5,40€ für ein Heft ausgibt, in dem nur Dinge drinstehen, die man im Internet ausführlicher findet. Letztendlich ist dies aber einfach das jährlich Standardwerk eines Fußballfanatikers. Und das wichtigste ist eh: das Kicker Managerspiel.

Auf einer Seite stehen dann alle Bundesligaspieler mit virtuellen Transferpreis und man kauft sich eine virtuelle Mannschaft mit einem viel zu kleinem Budget zusammen. Auch das – ihr ahnt es – macht man eigentlich im Internet interaktiv. Aber so hab ich die Liste schon eine Woche vor Start des Internetspiels – ich merke, ich rede mir das schön, im Internet geht’s ab morgen los.

Vermutlicher Kader 2007/08 (üblicherweise gibt es da noch einige Änderungen bis Saisonstart):
Tor: R. Schäfer (Stuttgart, 3,5 Mio.)
Abwehr: Bordon (Schalke, 5,5 Mio.), Kyrgiakos (Eintracht, 3 Mio.), C. Fritz (Bremen, 3. Mio.), Magnin (Stuttgart, 2,5 Mio.)
Mittelfeld: Borowski (Bremen, 4,5 Mio.), Mintal (Nürnberg, 4 Mio.), A. Streit (Eintracht, 3 Mio.), Kobiashvili (Schalke, 3Mio.)
Sturm: Rosenberg (Bremen, 4 Mio.), Kießling (Leverkusen, 3,5 Mio.), Ailton (Duisburg, 2 Mio.)

Das Problem ist, dass die Kombi jetzt schon zu teuer ist. Und Ribery von Bayern München, um den herum ich mein Team aufbauen wollte, ist mit 8,5 Mio. einfach zu teuer. *grübel*

Milliarden für Steuer / Millionen für Anwalt

Da hat N24 mal wieder eine Story an die Angel bekommen. Und es hat noch nicht mal was mit Doping zutun.

Wegen eines aberwitzigen Mißgeschicks bei einem Steuerbescheid für eine Imbissbudenbesitzerin in Höhe von über zwei Milliarden Euro droht dem Freistaat Bayern eine Schadenersatzzahlung in Millionenhöhe.
Das Finanzamt München hatte irrtümlicherweise von einer Imbissbudenbetreiberin eine Umsatzsteuervorauszahlung in Höhe von exakt 2.129.062.104 Euro und 16 Cent gefordert, wie das Landgericht München am Mittwoch mitteilte. Tatsächlich fällig wäre jedoch nur ein Betrag von 108,82 Euro fällig gewesen.

Das alleine find ich schon ganz witzig. Ich meine die Bayern müssen ja derzeit auch den Stoiber ertragen, da kann so ne Steuerbehörde nur geringfügig enervierend sein. Kathartisch kommt aber jetzt der Steuerberater der “Imbissbudenbesitzerin” ins Spiel, den sie sich logischerweise sofort nahm, nachdem das Finanzamt den Bescheid nicht sofort innerhalb der selbst von ihm gesetzten Zahlungsfrist korrigierte, obwohl die völlig schockierte Kleinunternehmerin noch am gleichen Tag die Sacharbeiter telefonisch über die Panne informierte hatte. Das Honorar eines Steuerberaters für einen simplen Brief an das Finanzamt errechnet sich gemäß der geltenden Gebührenordnung nach dem Streitwert: So müsste die Imbissbudenbesitzerin deshalb ihrem Steuerberater über 2,5 Millionen Euro plus Mehrwertsteuer zahlen und fordert nun Schadenersatz.

Clevererweise hat sie die Schadensersatzansprüche schon an zwei Rechtsanwälte abgetreten. Das spart Nerven und das hat die gute Frau bestimmt nötig.