Buchtipp: SEM/SEO

SEM (Search Engine Marketing) und SEO (Search Engine Optimization) sind wohl die beiden Schlagworte des Online Marketings. Doch was muss man machen, damit seine Webseite “bei Google oben steht” und wie mache ich aus meine Seite ein einträgliches Geschäft. Das KnowHow dazu wird gut gehütet und ist Gold wert. Wer allerdings einen einfachen Einstieg in die Welt der Webseiten und wie Google sie bewertet machen will dem sei das Buch

Website Boosting
von Mario Fischer erschienen (19,95€ brosch.).

Das ist nicht nur wahnsinnig spannend und witzig zu lesen, weil Mario Fischer immer wieder witzige Beispiele für schlechte Webseiten von ziemlich bekannten Firmen anbringen kann, aber auch einiges an Insiderwissen über Google preisgibt. Oder was glaubt ihr, warum Google viel Geld für die Lizenz zum Domain-Registrar ausgibt, ohne Domains zu registrieren. Bedenklich auch die folgende Geschichte:

Google fand laut eines Berichts der Netzzeitung Anfang Februar 2006 auf den Dell-Webseiten bisher unveröffentlichte Notebooks. Die Webseiten waren nirgends verlinkt und fanden ihren Weg aber trotzdem “… auf bislang ungeklärte Weise zu Googles Suchindex…”, so die Netzzeitung. Unter Experten ist dieses Phänomen alles andere als ungeklärt. Schon mal über die Funktionsweise der Google-Toolbar nachgedacht, die sicherlich auch die internen Mitarbeiter die Dell nutzen dürften?

Also: Google Toolbar ausschalten!

Umfrage sieht Linkspartei im hess. Landtag

Forsa, die ja im Moment die SPD eher deutlich schlechter bewertet als andere Umfrageagenturen, sieht folgendes Ergebnis für die Landtagswahl in Hessen, die in weniger als 12 Monaten stattfindet:

  • CDU 41 %
  • SPD 27 %
  • GRÜNE 11 %
  • FDP 9 %
  • Die Linke. 6 %
  • Sonstige 11 %

Ich hoffe mal, dass sich die 50% des bürgerlichen Lagers noch den einen oder anderen Prozentpunkt Richtung SPD und Grüne bewegt. Mal schauen, noch bin ich optimistisch.

DAK definitiv inkompetent

Im aktuellen DAK-Mitgliedermagazin “Start” befindet sich ein ahnungsloser Artikel über die Gefahren von Online-Spielesucht. (Leider ist der Artikel nicht online.) Ich habe herzlich gelacht. Der hilflose Redakteur ist sich nicht zu schade, den Artikel aus der Sicht einer Freundin von einem Onliner-Gamer zu schreiben.

“Jan war so sehr mit seiner virtuellen Welt in Computerspielen “World of Warcraft” oder “Second Life” verwachsen, wir haben kaum noch miteinander geredet.”

… heißt es da. Die Schnittmenge von WoW- und Second-Life-Spielern liegt ja wohl mal bei null, da hätte sich der Redakteur schon mal entscheiden sollen. Erinnert mich irgendwie an die Krankheitsbescheinigungen, die ich in meiner Schulzeit selbst geschrieben hatte (“bin erkältet und hatte mir den Knöchel verstaucht”). Jedenfalls probiert die Gamer-Freundin selbst diese gefährlichen Spiele – hier WoW – aus.

“Anfangs haben wir nur E-Mail-Adressen ausgetauscht, dann uns bei Xing vernetzt (!).”

Der Autor von diesem Schund kann sich dann noch nicht mal entscheiden, ob die besagte Freundin im Büro arbeitet oder Studentin ist.

“Dass ich nach sieben Monaten Realitätsflucht die Kurve gekriegt habe, verdanke ich meiner eigenen Stärke und meiner Familie. Sie wollte mich nicht mehr vermissen. Also habe ich mich zum Ausloggen gezwungen, war viele Wochen lang online. Heute spiele ich wieder, aber unregelmäßig. Jan auch. Wir haben gelernt, unsere Freizeit wieder anders zu genießen.”

Happy End? Mit Nichten. Unter dem Hinweis: “Hier droht Suchtgefahr:” finden sich folgende Webapplikationen:
1. Starcraft (da kommt dann sogar bald der zweite Teil ^^)
2. Pokerstars (im Sinne von alle Online-Poker-Plattformen)
3. Second Life (jaja)
4. Xing (ich bin ja sowas von suchtgefährdet)
5. World of Warcraft (den lass ich gelten)

Wer feuert den Autor dieser Volksverdummung? Kein Applaus für Scheiße!

Google und der Datenschutz

Gmail” – muss ich mir ja des Öfteren anhören – “wie kann man nur? Die lesen deine Emails.” Mal abgesehen davon, dass ich Google vieles zutraue, so dumm werden sie nicht sein. Und deshalb gibt es seit Jahren immer wieder von deren Seite den Satz zu hören: “Wenn die Web-Gemeinde uns nicht mehr glaubt, dass wir mit ihren Daten sorgsam umgehen, sind wir ganz schnell weg vom Fenster.”

Im Gegensatz zu Gmail, dass gar keine persönlichen Daten von mir hat, setzt web.de und GMX auf ein ganzes Bündel an persönlichen Daten und fragt jährlich bei ihren Kunden Konsumvorlieben ab. Einen neuen Emailaccount kann man nur erhalten, wenn der Brief mit einem Aktivierungscode auch ankommt und die Adressdaten somit validiert.

Google geht jetzt sogar noch einen Schritt weiter und setzt sich aktiv gegen das Gesetzesvorhaben zur Vorratsdatenspeicherung ein, das Brigitte Zypries erst vor Kurzem in einem öffentlichen Spiegel-Gespräch in Darmstadt verteidigte.

Diese Pläne seien ein “schwerwiegender Schlag gegen die Privatsphäre”, kritisierte Peter Fleischer, weltweit zuständig für den Schutz der Google-Nutzerdaten, in einem Interview mit der Wirtschaftswoche. (…)Die Gesetzesinitiative widerspreche Googles Grundsatz, anonyme E-Mail-Konten anzubieten. “Viele Anwender rund um den Globus nutzen diese Anonymität, sei es, um sich vor Spam zu schützen, sei es, um sich beim Veröffentlichen ihrer Meinung vor staatlicher Repression zu schützen”, erklärte Fleischer.

Google droht sogar mit der Schließung von Gmail in Deutschland.