Ypsilanti für Hessen (1)

ICh beginne hiermit mal die Wahlberichterstattung für die hessische Landtagswahl in – auf den Tag genau – 10 Monaten. Der Anlass ist eine äußerst positive Umfrage von Infratest/dimap vom 24.3.07:

CDU 38 %
SPD 34 %
GRÜNE 10 %
FDP 9 %
Linke.PDS 4 %
Sonstige 5 %

Sollte die Linkspartei in den Landtag einziehen können, wären wir wohl das politisch linkeste Bundesland Westdeutschlands, noch dazu besteht tatsächlich die von niemanden zugetraute Möglichkeit für die als Parteilinke bekannte SPD-Spitzenkandidatin Ypsilanti Roland Koch, der ja im Moment alleine ohne FDP regieren kann, schon 2008 abzulösen. Möglich auch, dass wir dann die Studiengebühren tatsächlich schon wieder vom Tisch hätten. Allerdings widerspricht diese Umfrage doch deutlich der Vorhersage von Forsa, die ja die SPD im Moment grundsätzlich schlechter bewertet als andere Umfrageinstitute. Dort hatte die CDU am 14.3.07 noch 43% und die SPD nur 27%.

4 thoughts on “Ypsilanti für Hessen (1)”

  1. Grundsätzlich würde ich der Infratest/dimap gegenüber Forsa den Vorzug geben. Ich habe da einfach den Eindruck, konstantere Werte zu sehen (bei allen Parteien) und keine 5% Ausschläge. (Wobei es ja immer eine große Fehlertoleranz gibt).

    Die Möglichkeit von rot-rot-grün wäre für Hessen sicherlich verlockend. Ich habe gestern auf Election.de auch schon mal mit dem Mandaterechner geschaut, ab wann es reichen könnte.
    Ypsilanti dürfte solch einer Koalition auch nicht abgeneigt sein. WIe praktikabel so eine Dreier-Koalition ist hm… schließlich gibt es ja noch den “rechten Flügel” der SPD Hessen um den Fraktionsvorsitzenden der LandesSPD. Wobei die könnten sich ja dann um die “Konservativeren Wählerschichten” kümmern 😉

    Naja wie gesagt. Verlockend. Aber sowas ist auch immer länderspezifisch. In Bayern könnte ich mir rot-rot-grün absolut nicht vorstellen. Allein schon, bei dem was Klaus Ernst an bösem Blut verursacht hat. Als Minister mit einem Pronold und Stiegler? Das wäre vermutlich nicht machbar.
    Naja mal sehn 🙂

  2. In Bayern würde bei einer solchen Koalition, ach was red ich, vermutlich schon bei einer SPD-MinisterpräsidentIn eine weiß-blaue Revolution nach ukrainischen Vorbild ausbrechen. Mit dutzenden Toten in Freising, Passau und anderen Hinterwäldlerstädten.

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