Umweltsünder Entega
Veröffentlicht am | Sunday, 7. January 2007 | 3 Antworten
Das Werbeprospekt der ENTEGA zur neuen Stromversorgung kommt ja ganz subtil daher. Man solle doch den alten Tarif wechseln (Grundversorgungstarif ENTEGA Basis^Strom) und man könne doch bis zu 120 € im Jahr sparen mit dem neuen ENTEGA Clever^Strom-Tarif. Erstaunlicherweise und nach gründlichem Studium des Schriebes stellt man dann fest, dass nur 56 der 120 eingesparten Euro durch billigeren Strom zu Stande kommen und der Rest durch spezielle Rabatte entstehen, der nur in diesem Tarif angeboten werden. Die Rabatte werden ermöglicht bei Bankeinzugsverfahren, Online-Rechnungen oder Kombi-Tarifen für Gas+Wasser+Strom.
Nun ist es wirklich ein wenig verwunderlich, dass ENTEGA nur den Clever-Tarif mit diesen Rabatten fördert. Die Erklärung dafür findet der geschulte Kunde auf der letzten Seite des Prospekts: der alte Strommix der Entega bestand aus 15% erneuerbaren Energien, 48% fossilen Energieträgern und 37% Kernkraft. Der Entega-Clever-Tarif setzt sich aus nur 2% erneuerbaren Energien und Sage und Schreibe 98% (!) fossilen Energieträgern zusammen.
Ich glaube mich erinnern zu können, dass sich die Entega in das neue Kohlekraftwerk in Mainz eingekauft hat. So kann man sich heutzutage in Zeiten des Klimawandeln und des Frühlingsanfangs pünklich zum 1. Januar auch unbeliebt machen. Und so muss sich Entega die Frage gefallen lassen, warum sie allein Kunden belohnt, die auf CO²-Emissionen pfeiffen.
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Sunday, 7. January 2007 @ 18:04
Das ist — nebenbei bemerkt — auch die Art Atomausstieg, die ich ungeschickt finde
Sunday, 7. January 2007 @ 23:52
richtig! ich habe in meiner WG lange über das thema diskutiert (atomkraft ja nein danke bitte
. Was du aber noch nicht geschrieben hast, ist dass es neben der günstigeren grundgebühr und günstigeren kW/h eine mind. Vertragslaufzeit von 12 Monaten gibt! (beim clever)
Sunday, 11. February 2007 @ 16:06
[...] Vor kurzem habe ich mich über die Entega, bzw. die HSE (Südhessische Energie) beschwert. Und zumindest teilweise muss ich das wohl zurück nehmen. Zur Erinnerung: Die HSE, deren Tochter die Entega ist, hatte sich mit 33% in das neue Mainzer Kohlekraftwerk eingekauft, obwohl der CO²-Ausstoß weltweit ja angesichts des drohenden Klimawandels eigentlich zurückgefahren werden sollte. Daraufhin versuchte die Entega gar den – wohl günstigeren – Kohlestrom noch weiter zu subventionieren durch Spezialrabattaktionen. [...]