Positiver Jahresabschluss bei der Eintracht

So, gestern haben wir also nochmal ein super-spannendes Spiel zum Abschluss dieses Jahres gesehen. 3:1 gegen den 1.FC Köln in der Verlängerung des DFP-Pokal-Achtelfinals. Schöne Sache und einige Bilder hab ich auch gemacht. Besonders auf das “Freiheit für Heigel”-Transparent will ich hinweisen. Regelmäßige Blog-Leser können sich vielleicht noch an diesen Eintrag erinnern. Ein Frankfurter sitzt immernoch in Vigo im Gefängnis, soweit bekannt ist ohne Anklage. Mir bleibt hier nichts als diesen Post so kurz vor Weihnachten ihm zu widmen.

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Unis verheizen Studiengebühren

Wie nun auf Spiegel-Online nachzulesen ist, musste die erste Uni in Baden-Würtemberg, das ja schon zum kommenden Semester Studiengebühren in höhe von 500€ eingeführt hat, zugeben, dass dort ein Teil des Geldes zur Kostendecken des Heiz- und Energieetats drauf geht.

“Nach dem Landeshochschulgebühren-Gesetz dienen die Studiengebühren zur Erfüllung der Aufgaben in Studium und Lehre”, sagt Volz [Prorektor für Studium und Lehre an der Uni Freiburg]. “Das heißt, es soll der Lehrbetrieb damit sichergestellt werden. Nun kann man natürlich argumentieren, dass auch das Beheizen der Lehrräume in diesen Bereich gehört.”

Bis zu 4,5 Millionen Euro von den 22 Millionen Studiengebühren sind da anscheinend im Gespräch. Und auch im Staatsministerium rückt man wohl von der Policy ab, dass die Studiengebühren im vollen Umfang zur Verbesserung der Lehrsituation eingesetzt werden müsse. Der zuständige Staatssekretär Dietrich Birk lässt sich zitieren: Es sei “darauf zu achten, dass diese Studiengebühren zum weit überwiegenden Umfang zur Verbesserung der Lehre genommen werden.”

Alle genau hingehört? Genau! Und deshalb, wer es noch nicht getan hat, auf geht’s und Verfassungsklage in Hessen unterstützen.

Neue Vahr Süd

Sven Regener – Neue Vahr Süd

erschienen bei Goldmann für 9,95€ als Taschenbuch

Sven Regener legt also nach. Seit Kurzem ist auch das zweite Buch bzw. Prequel der (nachträglich angekündigten) Trilogie über Frank Lehmann als Taschenbuch erschienen. Und der Musiker und Sänger der Band Element of Crime konfrontiert uns erneut mit einem topografischen und gesellschaftlichen Mikrokosmos. Dabei spielt Neue Vahr Süd deutlich vor den Erstlingswerk Herr Lehmann, das ja mit dem 30. Geurtstag des Protagonisten endet und großartig von Leander Haußmann mit Detlef Buck und Christian Ulmen in der Rolle des Frank Lehmann verfilmt wurde. Die Neue Vahr Süd, ein Vorort Bremens, zu Beginn der Achziger ist dabei das Gegenkonzept des schicken Berlins Ende der Achziger und während wir Frank Lehmann als mehr oder weniger gereiften Kneipengänger bereits kennengelernt haben, versuchen wir auf 600 Seiten zu verstehen wie er zu dem geworden ist.

So sperrig wie der Titel sind auch die Gedankengänge des jungen Herrn Lehmann. Und genauso sperrig auch sein Lebenslauf: Ausbildung zum Speditionskaufmann und dann einfach verpennt den Wehrdienst zu verweigern und das obwohl er selbst von den Schlägern seines Vorort eher so als Hippie-Typ eingestuft wird. Dann gleich am ersten Heimfahrwochenende von den Eltern quasi vor die Tür gesetzt. Und das alles sensibel eingebettet in die Zeit der auseinanderfallenden K-Gruppen, bei denen natürlich alle irgendwie, irgendwann Mitglied waren, nur Frank Lehmann nicht.

Konflikte kommen und gehen und einzig Frank bleibt sich treu und seine wichtigste Strategie ist das Dummstellen und die steht der Coming-Of-Age-Konstellation des Buches doch deutlich entegegen. Letztendlich bleibt der Roman jedoch ein großer Spass für den Leser. Wer bereit ist, sich von der Seitanzahl nicht abschrecken zu lassen (Herr Lehmann hatte nur gut 200 Seiten), der wird auf jeden Fall seinen Spaß haben.

Eine Randbemerkung ist mir übrigens auch die Aussage Regeners wert, das Buch sei nach alten Rechtschreibregeln geschrieben, da, was 1980 spiele, auch in der damals üblichen Orthographie stehen solle. ^^

Zuschauermagnet Eintracht Frankfurt

Die erstaunlichste Nachricht zum unglücklichen UEFA-Cup ausscheiden kam heute. Laut FNP hat das DSF mit 4,1 Millionen Zuschauern mit der Partie zwischen dem 16-fachen türkischen Meister Fenergahce Istanbul gegen die Eintracht den diesjährigen UEFA-Cup Zuschauerrekord aufgestellt. Ein erstaunliches Ergebnis, das zeigt, dass sich der Marktwert der Eintracht deutlich nach oben verschiebt. Bessere Vermarktungsmöglichkeiten durch eine attraktive Spielweise. Und verlor die Eintracht am Samstag noch gegen Werder Bremen zu Hause mit 6:2 so kann man doch des Öfteren ein Spektakel erwarten bei Spielen der Eintracht.

Das Gegenteil von Spektakel ist derzeit Bayern München. Ein Eintrachtfan hat in den letzten 12-14 Monaten ca. 6-8 grandiose Spiele mehr erlebt als der so genannte “sing-when-you’re-winning”-Bayernkunde.Und das mit einer Mannschaft, die zum Großteil aus jungen Spielern besteht, die großes Identifikationspotential bieten und zum guten Teil aus der eigenen Jugendarbeit stammen. Einer von ihnen, Marco Russ, der vor einem Jahr noch in der Amateurmannschaft gegen den Abstieg aus der 4. Liga spielte, machte am Mittwoch in Istanbul mal wieder ein Wahnsinnsspiel. Er wird in der FNP zitiert mit:

„Es gibt nichts Schöneres, als in einem Stadion zu spielen, in dem du von 50 000 Leuten ausgepfiffen wirst. Es hat einfach nur Spaß gemacht.“

Schade, dass der UEFA-Cup jetzt erstmal auf absehbare Zeit unerreicht bleiben wird. Aber es bleibt das Gefühl sich besser verkauft zu haben als das Bundesliga-Establishment Hertha BSC, Schalke04, HSV und zumindest spielerisch und Quoten-technisch auch als Leverkusen.

Burschenschaften raus aus der TUD

Positive Nachrichten aus der Verwaltung der TU Darmstadt. Endlich werden die unseligen Schaukästen der zahlreichen Burschenschaften Darmstadts abgehängt. Die mal weniger mal mehr rechtslastigen Organisationen verloren schon vor einiger Zeit ihre Verlinkung auf den Seiten der TUD Homepage – nun wird auch das Alte Hauptgebäude Burschenschaftsfrei. Applaus!

(via: Frankfurter Rundschau)

Argumentation der CSU

Argumentation war ja noch nie die Stärke der Unionsparteien. Ein Beispiel liefert einer der unsympathischsten aus deren Reihen ebi dem Versuch eine zukünftige PKW-Maut zu rechtfertigen. Hier kommts:

CSU-Generalsekretär Markus Söder sagte der Zeitung “Bild am Sonntag”, seine Partei werde einen entsprechenden neuen Vorstoß machen. Eine Pkw-Maut sei gerecht, da in zahlreichen anderen europäischen Ländern Autofahrer zur Kasse gebeten würden.

Da sag ich: “Spring, Söder, spring!”

Um im Anschluss noch die Sinnhaftigkeit in Frage zu stellen dann noch dies:

Um eine stärkere finanzielle Belastung deutscher Autofahrer zu vermeiden, müssten Mineralöl- oder Ökosteuer deutlich gesenkt werden, forderte Söder.

Was soll das dann bringen? Das weiß wohl nur der Söder.