9. November
Veröffentlicht am | Friday, 10. November 2006 | Eine Antwort
Ich bin ja großer Anhänger der Idee vom 9. November als nationalem Gedenktag. Kein anderer Tag hat das Schicksal der deutschen Nation seit über 100 Jahren derart geprägt. Da kommt einem der 3. Oktober so künstlich wie eine dieser Grenzen vor, die irgendwelche Kolonialherren in Afrika oder Amerika auf der Landkarte gezogen haben mögen.
Gestern fand der 25. von dem Langener Antifaschistischem Aktionsbündnis organisierte Gedenkmarsch für die Opfer der Nazizeit in Langen statt. Vom Bahnhof aus gingen rund 100 Menschen bis vor die Ruinen der alten Langener Synagoge. Dort hörte man den Reden einer Zeitzeugin und von Martina Becker sowie der Organisatoren, zu denen ich dereinst ja auch zählte und unter der sich immernoch Verwandtschaft von mir befindet. Und auch in diesem Jahr gab es wieder genügend Anlass an die Greuel zu erinnern, denn erst vor einigen Tagen wurde eine brisante Studie zu der Salonfähigkeit nationalsozialistischen Gedankengutes in der deutschen Gesellschaft veröffentlicht.
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Sunday, 13. May 2007 @ 20:58
[...] Natürlich bin ich dem Aufruf zur Demo gegen das Mainzer Kohlekraftwerk nicht gefolgt, denn in Darmstadt wurde gegen die Studiengebühren mobilisiert. Eine Bühne vorm Schloss mit einigen Bands (u.a. Mollwert, die ja auch einige Male am Langener Gedenkmarsch auftraten) und Rednern und drum herum SPD, Grüne, Die Linke, DGB, Eltern gegen Studiengebühren, Asta und Attac. Alle in gutem Abstand zu einander, was ja der linken Art entgegen kam, und alle im Kampf gegen Regen und Wind. Unterschreiben gegen die Gebühren konnte man auch. Allerdings nur vorm Luisencenter . Da gabs einen kleinen Asta-Stand neben einem Polizeiauto und einem CDU-Stand, neben dem wiederum – und kurioserweise – ein Flipchart stand auf dem die CDU allen Ernstes Ideen sammeln wollte, wie die Stadt für Jugendliche attraktiver gestaltet werden könne. Ohne Studiengebühren wäre die Stadt Darmstadt jedenfalls ein ganzes Stück attraktiver für junge Menschen, soviel kann ich der CDU verraten. [...]