FR bald Tabloid

Für mich eine Horrorvorstellung. Die gute alte Tante Frankfurter Rundschau (wer weiß auf welches literarische Werk das jetzt eine Anspielung war bekommt einen Sonderpreis) wurde ja im Sommer verkauft an DuMont-Schauberg. Denen gehört schon der Kölner Express und unter dieser Prämisse klingt die Ankündigung die auf HR-Online öffentlich wurde sehr bedrohlich. Dort heißt es:

Im Zuge weiterer Sanierungsmaßnahmen will die Frankfurter Rundschau bis Ende des kommenden Jahres mehr als ein Viertel seiner verbliebenen 750 Arbeitsplätze abbauen.

Und weiter …

Wirtschaftliche Sanierung und Produkterneuerung müssten zu einem harmonischen Ganzen gefügt werden, sagte der Geschäftsführer. Nur mit neuen Leserschichten könnten Zuwächse bei Auflage und Anzeigenschaltung erreicht werden. Hierbei spielten auch Überlegungen zu einem Umstieg auf das Tabloid-Format eine große Rolle.

Neue Leserschichten durch ein neues Format? Oder geht mit dem neuen Format auch eine inhaltliche Neu-Ausrichtung im Sinne eines Tabloids einher? Wie gesagt – ein Horrorszenario. So oder so, wenn sich bei der FR etwas zum Negativen ändern, wird mein Abo gekündigt. Mit DuMont-Schauberg verbindet mich nämlich nichts.

4 thoughts on “FR bald Tabloid”

  1. Ich dachte ja im ersten Moment an die SPD – die nennt man auch “Tante” und die FR gehört ja der SPD momentan (eine Schande, dass die verkauft wird, aber die SPD hat kein Geld mehr). Allerdings ist die SPD kein lit. Werk *g* .. mist 🙂

  2. Nice Conrad. Die alte Tante New York Times.

    Die FR gehört seit einiger Zeit mit 50% plus einem Anteil DuMont. Wieviele Anteile die SPD noch besitzt, weiß ich nicht.

  3. also, die abromeit hat auch immer von der guten alten tante spd gesprochen, und deren wort ist gesetz. gibt’s drei sonderpreise?

    übrigens fände ich den umstieg auf’s tabloid-format gar nicht tragisch, solange sonst alles beim alten bleibt; die süddeutsche muss ich momentan immer tackern, wenn ich sie unterwegs lesen will. bei der zeit hatten sie die diskussion auch mal, sind dann aber wieder davon abgekommen, aus der wahrscheinlich begründeten angst heraus, die leser würden hinter der änderung des formats zwangsläufig auch eine schmälerung des niveaus vermuten (dabei käme bei der bild auch keiner auf den gedanken, sie würde plötzlich qualitätsjournalismus liefern, druckte man sie auf größere seiten).

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