Eurovision jetzt auch mit Masken

Was lernen wir also aus dem gestrigen Eurovision Song Contest, den ich während kurzer Pausen vom Korrekturlesen meiner Magisterarbeit leider nur peripher mithören konnte?
Gut, dass Finnland gewonnen hat. Warum gut? Das finnische Slipknot-Double Lordi (siehe Bild) repräseniert ein Crossover von Rock und Glamour (wie z.B. auch Marilyn Manson oder The Darkness), dass sich eben nicht zur reinen Spaßnummer degradieren lässt wie noch vor ein paar Jahren Knorkator (“Böse”). Außerdem war es schön zu sehen, wie Thomas Hermanns fast daran verzweifelte, dass weder der deutsche Beitrag noch ein anderes an Nichtigkeit nicht zu übertreffende Kleinod gewinnen konnte. Weder die Aal glatte Schwedin, noch andere hübsche junge Frauen (Türkei, Griechenland, u.v.a.m.) standen dieses Mal im Vordergrund. Musikalisch kam die beste Nummer des Abends überaschenderweise aus Bosnien. Respekt! Balkanklänge sind nun wirklich nicht mein Ding, aber der Song und der Sänger waren wahrscheinlich das Authentischste, was der Grandprix seit 50 Jahren gesehen hat. Also kein Klamauk aus Litauen, kein Pseudo-Rap aus England (obwohl die Mädels in Schuluniformen geil waren) und kein armenischer männlicher Ruslana-Abklatsch hat gewonnen. Da gibt es also wirklich schlimmeres.

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