White Bouncy Castle

Die Forsythe Company hatte geladen. Im Bockenheimer Depot baute die Firma, die von der Stadt Dresden finanziell gefördert wird (!), die weltgrößte Hüpfburg “White Bouncy Castle” auf und da musste ich natürlich hin. Naja, war zunächst ausverkauft und wir besorgten uns Karten für Sonntag – 3 €uro für ne Viertelstunde.
Moment … 3 €uro für ne Viertelstunde, ganz schön happig dachte ich. Und auch die Tatsache, dass der Typ an der Kasse davon sprach, dass die Vorstellungen ausgebucht seien, ließen mich etwas an dem naiven Hüpfvergnügen zweifeln, von dem ich noch ausging. Mit einer großen Portion Gelassenheit nach einer durchzechten Nacht auf Julias Geburtstag tanzten wir also im Bockenheimer Depot an. Schuhe aus, Jacke aus, spitze Gegenstände aus den Hosentaschen raus und hätte ich mir auch noch meinen Pullover ausgezogen, dann wäre mir vielleicht nicht schon nach 30 Sekunden auf der Hüpfburg der Gedanke gekommen, dass 15 echt ausreichend sind. Zwei Minuten später bewegte ich mich dann größtenteils nur noch auf Körperteilen vorwärts die nicht unbedingt immer mit meinen Füßen verbunden waren. Und Gottseidank kam der erste Muskelkater erst als ich schon wieder draußen war. Ich geb jetzt einfach mal dem Alkohol die Schuld, denn den hatten die ganzen kleinen Kinder die bis zum Schluss munter umherhüpften wie die Gummibärenbande, wenn sie als Kinder mal in den Zaubertrank gefallen wären.
War echt prima, aber Hardcore-Sport!